Nach Feierabend im geschlossenen Zentrum: Arzt soll Ehefrau heimlich geimpft haben

Essen - Im Essener Corona-Impfzentrum soll ein Arzt (65) nach Feierabend ein Familienmitglied heimlich mit übrig gebliebenem Restimpfstoff geimpft haben.

Ein Arzt (65) soll in einem Corona-Impfzentrum in Essen heimlich seine Ehefrau mit übrig gebliebenem Restimpfstoff geimpft haben, wie die Polizei mitteilte. (Archivbild)
Ein Arzt (65) soll in einem Corona-Impfzentrum in Essen heimlich seine Ehefrau mit übrig gebliebenem Restimpfstoff geimpft haben, wie die Polizei mitteilte. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Es werde geprüft, ob sich der 65-Jährige eines Diebstahls- oder Unterschlagungsdeliktes strafbar gemacht habe, hieß es in der Mitteilung.

Er sei der kassenärztlichen Vereinigung gemeldet und für alle Impfzentren gesperrt worden. Bestätigte Impftermine seien nicht gefährdet worden, da er Rest-Impfstoff verwendet hatte.

Laut Polizei hatte der Arzt am Dienstagabend ein weibliches Familienmitglied in das bereits geschlossene Impfzentrum gelassen und geimpft, obwohl die Frau nach der offiziellen Priorisierung noch nicht geimpft werden durfte. Laut Bild-Zeitung handelte es sich um seine Ehefrau. Zwei weitere Personen sollten laut Polizei ebenfalls geimpft werden.

Da andere Mitarbeiter aufmerksam wurden und den Chef des Impfzentrums informierten, sei dies gestoppt worden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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