Nach plötzlichem Schusswechsel: Ein Toter bei Polizeieinsatz gegen Rechtsextreme

Merksem (Antwerpen) - Bei einer Hausdurchsuchung im mutmaßlich rechtsextremen Milieu im belgischen Antwerpen ist ein Mensch gestorben.

Einer der Verdächtigen überlebte den Schusswechsel mit der Polizei nicht.
Einer der Verdächtigen überlebte den Schusswechsel mit der Polizei nicht.  © Jonas Roosens/BELGA/dpa

Während der Hausdurchsuchung auf illegale Waffen im Stadtteil Merksem habe es am Mittwochmorgen einen Schusswechsel zwischen der Polizei und einem Verdächtigen gegeben, teilte die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft mit.

Dabei sei einer der Männer gestorben.

Insgesamt wurden zehn Hausdurchsuchungen durchgeführt. Der Einsatz richtete sich demnach gegen mehrere Menschen, die der Nähe zu gewalttätigen Rechtsextremen verdächtigt werden.

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Wie die Polizei mitteilte, suchten die Beamten hauptsächlich nach Waffen, insbesondere nach selbstgebauten Waffen.

Nach Informationen des belgischen Fernsehsenders RTBF wird die Gruppe auch verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Die Bundesstaatsanwaltschaft bestätigte, dass "sehr viele Waffen und Munition beschlagnahmt wurden, deren Zählung und Analyse in den nächsten Tagen durchgeführt werden muss".

Bei dem Toten soll es sich um einen Mann in den Dreißigern gehandelt haben. Er stellte sich als Manager einer Antwerpener Firma vor, die im Handel mit Mineralien und Metallen tätig war. In sozialen Netzwerken verbreitet er immer wieder ungehindert rechtsextremen Theorien und rief "zum Widerstand" auf.

Titelfoto: Jonas Roosens/BELGA/dpa

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