Nach Randale bei Dynamo-Spiel: Anklage gegen 20-jährigen Holzbalken-Werfer

Dresden - Nach den Ausschreitungen rund um das Dynamo-Spiel am 16. Mai gegen Türkgücü München hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen einen 20-Jährigen zum Amtsgericht Dresden (Jugendschöffengericht) erhoben.

Vor dem Rudolf-Harbig-Stadion randalierten mehrere Menschen, auch Pyrotechnik wurde gezündet.
Vor dem Rudolf-Harbig-Stadion randalierten mehrere Menschen, auch Pyrotechnik wurde gezündet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, am besagten Tag gegen 14.25 Uhr in einer Gruppe von randalierenden Personen unterwegs gewesen zu sein.

Ihm wird zudem Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung in 182 Fällen und versuchte gefährliche Körperverletzung in 12 Fällen zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

In mindestens 13 Fällen soll der 20-Jährige eigenhändig Gegenstände, darunter Glasflaschen, Holzbalken und eine Holzpalette, auf Polizisten geworfen haben.

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"Mit seinen Würfen wollte der Beschuldigte Polizeibeamte verletzten und ihnen Schmerzen zufügen", heißt vonseiten der Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte wurde nach seinem Haftbefehl am 22. Juli festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der 20-Jährige, der bereits mehrfach vorbestraft ist und zum Tatzeitpunkt unter Bewährung stand, hat sich bereits geständig gezeigt.

Das Amtsgericht Dresden wird nun einen Termin für die Verhandlung bestimmen.

Polizei sucht noch immer nach Tatverdächtigen

Im Rahmen des Spiels kam es zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden 182 Beamte verletzt, auch Journalisten wurden angegriffen. Einer Reporterin wurde gedroht sowie gegen den Kopf geschlagen.

Noch immer sucht die Polizei nach weiteren Tatverdächtigen. Erst am Dienstag meldeten die Beamten, dass sich ein weiterer Gesuchter gestellt habe.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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