Nach tödlichen Schüssen: Verdächtiger soll auch auf Mutter-Tochter-Duo gefeuert haben

Breitscheid/Koblenz – Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen 36-Jährigen in einem Kiosk in Dormagen (NRW) gibt es weiterhin Anhaltspunkte, dass der mutmaßliche Täter am gleichen Tag im Westerwald auf zwei Menschen schoss.

Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang zwischen den Fällen in Dormagen und im Westerwald aus.
Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang zwischen den Fällen in Dormagen und im Westerwald aus.  © Christoph Reichwein/dpa

Es handle sich dabei um eine Mutter und ihre Tochter, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am heutigen Samstagabend mit. Beide befänden sich immer noch in medizinischer Behandlung.

Sie waren bei Breitscheid in Rheinland-Pfalz gefunden worden - rund 90 Kilometer entfernt von Dormagen.

Ein nach der Tat in Dormagen als Verdächtiger gesuchter 55-Jähriger war einige Stunden später rund einen Kilometer entfernt mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand entdeckt worden.

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Die Umstände deuteten bei dem Kosovaren auf einen Suizid hin, hatten die Ermittler mitgeteilt. Er und der erschossene Mann waren für die Polizei keine Unbekannten.

Es gebe es Anhaltspunkte, dass der 55-Jährige auch die Schüsse im Westerwald abgegeben haben könnte, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz weiter mit. Diese Tat gilt als versuchtes Tötungsdelikt.

Der 55-Jährige wurde mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand entdeckt.
Der 55-Jährige wurde mit einer tödlichen Schusswunde im Kopf am Straßenrand entdeckt.  © Christoph Reichwein/dpa

Die Polizei hatte nach den tödlichen Schüssen im Kiosk mit Dutzenden Beamten nach dem Schützen gefahndet. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Hintergründe der Tat seien noch offen, hieß es.

Hast Du suizidale Gedanken oder hast Du diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter www.telefonseelsorge.de.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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