Nachbarn meldeten Ruhestörung: Polizei sprengt wilde Drogen-Corona-Party

Würzburg - Diese Feierwütigen haben von Corona wohl noch nichts gehört: In der Nacht zu Samstag musste die Polizei im unterfränkischen Würzburg anrücken und eine ausufernde Drogen-Party junger Leute zerschlagen.

Fotomontage: Die Polizei fand insgesamt neun Personen aus neun unterschiedlichen Haushalten in der Würzburger Wohnung auf (Symbolfoto).
Fotomontage: Die Polizei fand insgesamt neun Personen aus neun unterschiedlichen Haushalten in der Würzburger Wohnung auf (Symbolfoto).  © Montage: 123RF/lightfieldstudios, Jörg Hüttenhölscher

Von dem Vorfall berichtete ein Sprecher der Polizei in Unterfranken. Der Mitteilung nach habe es gegen 1 Uhr einen Anruf eines Anwohners, der über eine Ruhestörung in der Würzburger Grombühlstraße informierte, gegeben. Ersten Vermutungen zufolge habe es sich um eine größere Feier gehandelt.

Beim Eintreffen der Beamten bestätigte sich dieser Verdacht - und es kam sogar noch doller: Bereits auf dem Weg in die betroffene Obergeschoss-Wohnung schlug den Polizisten im Treppenhaus ein beißender Marihuana-Geruch in die Nase.

Am Ort des Geschehens angekommen offenbarte sich dann ein, vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie, unverantwortliches Bild. In dem Apartment hatten sich neun Personen im Alter von 17 bis 24 Jahren zusammengefunden, die allesamt aus unterschiedlichen Haushalten stammten.

Gemeinsam hatten sie gleich mehrere Joints geraucht sowie ausgiebig, laut und feucht-fröhlich gefeiert. Die Durchsuchung der Wohnung, die mithilfe eines Drogenspürhundes vonstatten ging, förderte noch weiteres Marihuana sowie LSD und verschiedene Drogen-Utensilien zutage.

Während die berauschenden Fundstücke allesamt beschlagnahmt wurden, hagelte es gegen die Party-Teilnehmer Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen, die in ganz Bayern bestehende Ausgangssperre sowie das Betäubungsmittelgesetz.

Corona-Party mit neun jungen Menschen in Würzburg aufgelöst: Weitere Verstöße in ganz Unterfranken

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Corona-Party aufgelöst. Doch es blieb an diesem Wochenende nicht der einzige Verstoß gegen die geltenden Maßnahmen. Während es in Aschaffenburg und Schweinfurt mehrere Verstöße gegen die Ausgangssperre und das Kontaktverbot gegeben hatte, fiel den Beamten in Hösbach ein Lkw besonders negativ auf.

In dem umgebauten Lastwagen hatten sich insgesamt zwölf Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufgehalten. Weder besaß der Fahrer die nötige Fahrerlaubnis für das Fahrzeug, noch wurde das zulässige Gesamt-Transportgewicht eingehalten.

Es hagelte Anzeigen gegen alle Insassen.

Titelfoto: Montage: 123RF/lightfieldstudios, Jörg Hüttenhölscher

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