Nachbarschafts-Streit eskaliert: Großer Rettungsdienst-Einsatz in Wiesbaden

Wiesbaden - Ein Streit unter Nachbarn löste am Sonntagnachmittag in der hessischen Landeshauptstadt sowohl einen Polizei-Einsatz als auch einen größeren Einsatz des Rettungsdienstes aus.

Infolge eines Nachbarschafts-Streits in Wiesbaden rückten am Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes aus.
Infolge eines Nachbarschafts-Streits in Wiesbaden rückten am Sonntag zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes aus.  © wiesbaden112.de

Am Anfang der Ereignisse stand eine Ruhestörung: Eine 69 Jahre alte Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Erich-Ollenhauer-Straße in Wiesbaden fühlte sich durch eine Familienfeier in der benachbarten Wohnung gestört, wie die Polizei mitteilte.

"Die Frau sprach daher gegen 15.55 Uhr ihren 52-jährigen Nachbarn und dessen 51-jährige Ehefrau an, wobei es zwischen ihnen im Hausflur sofort zum Streit gekommen sein soll", berichtete ein Sprecher weiter.

Bei dieser verbalen Auseinandersetzung sollen gegenseitige Beleidigungen gefallen sein. Auch sollen sich die Streitenden gegenseitig angespuckt haben.

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Am Ende eskalierte die Situation: Die 69-Jährige soll sich bedroht gefühlt haben, weshalb sie mit Pfefferspray in Richtung des Ehepaars sprühte.

Die 51-jährige Ehefrau des Nachbarn erlitt infolge der Gas-Attacke Atembeschwerden. "Zudem klagten auch zwei Gäste der Eheleute, ein 58-jähriger Cousin und eine 12-jährige Enkelin der Eheleute durch den Sprühnebel über Atemwegsreizungen", ergänzte der Polizeisprecher.

Auch die 69-Jährige wurde verletzt, als sie das Pfefferspray einatmete.

Pfefferspray-Attacke in Wiesbaden löst Großeinsatz aus

Fotos zeigen, dass zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zu dem Mehrfamilienhauses in der Erich-Ollenhauer-Straße ausrückten. Glücklicherweise gab es aber keine schwer verletzten Personen.

Alle Beteiligten konnten nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Sowohl gegen die 69-Jährige wie auch gegen ihren Nachbarn wurden Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: wiesbaden112.de

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