Neben laufendem Rangierbetrieb: Raver feiern Techno-Party an Bahn-Gleisen

Köln - Die Bundespolizei hat in Köln eine Techno-Party mit rund 100 Teilnehmern aufgelöst. Grund waren allerdings nicht etwaige Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung, sondern die Party-Location an sich!

In unmittelbarer Nähe der Gleise hatten rund 100 alkoholisierte Teilnehmer sich zu einer Techno-Party zusammengefunden.
In unmittelbarer Nähe der Gleise hatten rund 100 alkoholisierte Teilnehmer sich zu einer Techno-Party zusammengefunden.  © Julian Stratenschulte/dpa

Wie ein Polizeisprecher erklärte, hatte ein aufmerksamer Fahrdienstleiter am Bahnhof Köln-Eifeltor in der Nacht zu Sonntag eine Techno-Party bemerkt. Gegen 1.15 Uhr verständigte der Mann daraufhin die Polizei.

Im unteren Bereich der Autobahnbrücke an der A4 hatten etwa 100 Raver bei lauter Musik gefeiert - und das in nur 15 Meter Entfernung zu den Gleisen mit laufendem Rangierbetrieb.

Die Rave-Location in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen hatte auch im Hinblick auf den Alkoholpegel der Feiernden eine "unberechenbare Gefahr" dargestellt, wie der Sprecher schilderte.

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Die Ordnungshüter sperrten den angrenzenden Gleisbereich daher umgehend ab und nahmen Kontakt zum Veranstalter (27) der Party auf.

Die Beamten erläuterten dem jungen Mann die Gefahren der Örtlichkeit und lösten den Rave schließlich auf.

"Da alle Gäste kooperativ den Anweisungen nachkamen und weder Straftaten noch Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung vorlagen, hoben die Einsatzkräfte die Gleissperrung bereits um 3 Uhr wieder auf", hieß es.

Insgesamt war es zu einer Verspätung von 418 Minuten bei acht Zügen gekommen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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