NRW-Polizei trauert um erschossenen SEK-Beamten (†28)

Gelsenkirchen - Nach den tödlichen Schüssen auf einen SEK-Beamten (28) in Gelsenkirchen am Mittwochmorgen trauern seine Kollegen in Nordrhein-Westfalen.

Tatort-Ermittler in der Wohnung in Gelsenkirchen.
Tatort-Ermittler in der Wohnung in Gelsenkirchen.  © Bernd Thissen/dpa

"Das ist ein schwarzer Tag für die nordrhein-westfälische Polizei. Wir sind in Gedanken bei der Familie des Verstorbenen, seiner Lebensgefährtin und seinen Freunden", teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittag mit.

"Der Tod dieses jungen Mannes führt uns schmerzhaft vor Augen, welches Risiko die Polizisten in unserem Land jeden Tag eingehen, um die Bürger zu schützen. Ihr Beruf ist lebensgefährlich, das wissen wir. Umso erschreckender und gnadenloser trifft uns der Tod dieses Kollegen."

Alle Beschäftigten der Polizei Nordrhein-Westfalens stünden in Trauer vereint als Polizeifamilie zusammen, so der NRW-Innenminister.

Alle Streifenwagen in NRW fahren mit schwarzer Trauerflor, so das NRW-Innenministerium.

Tödlicher Einsatz in Gelsenkirchen

Der SEK-Beamte war bei einem Einsatz in Gelsenkirchen durch eine Tür erschossen worden.

Als die Beamten eine Hausdurchsuchung bei einem Beschuldigten in einem Drogenermittlungsverfahren machen wollten, soll dieser insgesamt zwei Schüsse auf die SEK-Beamten abgegeben haben, sagte ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen. Einer davon traf den 28-jährigen SEK-Polizisten.

Der Mann sei noch ins Krankenhaus gebracht worden, dort aber nach etwa einer Stunde an der Verletzung gestorben.

Der 29-jährige Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen.

Das SEK sei hinzugezogen worden, weil Hinweise darauf vorlagen, dass der 29-Jährige bewaffnet sein könnte. 

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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