Handwerker entpuppen sich als Betrüger! Polizei warnt vor bundesweiter Masche der Kriminellen

Nürnberg - Immer häufiger treiben Betrüger ihr Unwesen, die sich als Handwerker tarnen und so Mitbürger ausnehmen.

Vermeintliche Handwerker entpuppen sich nach Haustürgeschäften laut Polizei häufiger als Betrüger. (Symbolbild)
Vermeintliche Handwerker entpuppen sich nach Haustürgeschäften laut Polizei häufiger als Betrüger. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die mittelfränkische Polizei berichtet von vermehrten Hinweisen auf angebliche Handwerkerfirmen, die überwiegend älteren Menschen Leistungen zu überteuerten Preisen anbieten.

Die Mache ist bundesweit bekannt: Vermeintliche Handwerker gehen gezielt und ungefragt auf Bewohner zu und geben an, dass an ihren Häusern, Garagen oder Anbauten dringende Arbeiten wie zum Beispiel Dachsanierungen durchgeführt werden müssten.

Mit Hinweise auf möglichen Asbestbefall versuchen die Betrüger den Menschen Angst einzujagen. Durch geschickte Gesprächsführung vermitteln die Täter den Eindruck, dass die Maßnahmen dringend erforderlich seien und bieten gleichzeitig die schnelle Umsetzung an.

Teilweise wurde sogar während des ersten Gesprächs ohne Auftragsvergabe mit den Arbeiten begonnen, um die Opfer noch mehr unter Druck zu setzen. Gängige Zunftzeichen, zum Beispiel des Dachdeckerhandwerks, gaukeln den Geschädigten einen seriösen Fachbetrieb vor.

Durch das dreiste und aufdringliche Vorgehen, sind die Bewohner schnell verunsichert und lassen schließlich die "Reparaturarbeiten" zu. Die werden allerdings nur unsachgemäß durchgeführt, wofür die Täter schließlich einen erheblich höheren als zuvor veranschlagten Preis fordern.

Die vermeintlich asbesthaltigen Dachplatten werden dann auch nicht fachgerecht entsorgt, sondern einfach vor Ort liegen gelassen. Um an ihr Geld zu kommen, setzten die Betrüger ihre Auftraggeber massiv unter Druck und fordern oft Bargeld.

Verhaltenstipps der Polizei

Die Polizei warnt vor der Betrüger-Masche und bittet auch ältere Mitbürger über die Gefahr zu informieren. Hierauf solltest Du achten:

  • Unangekündigte Handwerker oder Verkäufer nicht in die Wohnung, ins Haus oder auf das Grundstück lassen.
  • Kaufe oder unterschreibe grundsätzlich niemals etwas an der Haustür.
  • Sei misstrauisch: Angebotene Dienstleistungen, sind oft kaum fachgerecht bzw. werden letztlich nicht ordnungsgemäß durchgeführt. Die versprochene Entsorgung der Abfälle wird eventuell sogar überhaupt nicht ausgeführt.
  • Zahle nie per Vorauskasse. Unterschreibe oder bezahle nichts unter Zeitdruck und nur gegen Vorlage ordnungsgemäßer Entsorgungsbelege.
  • Ziehe im Zweifelsfall Personen Deines Vertrauens (z.B. Nachbarn, Bekannte, Familie) hinzu oder verständige im Notfall die Polizei.
Erstatte umgehend Anzeige, wenn Du Opfer einer solchen Straftat geworden bist. Mit einer schnellen Mitteilung unterstützt Du die Ermittlungsarbeit der Polizei.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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