Bauer wird in Gülle-Fass ohnmächtig: Rettungshubschrauber im Einsatz

Odenwald - Ein verhängnisvoller Unfall in Erbach-Roßbach im hessischen Odenwald löste am Freitagmorgen einen Rettungshubschrauber-Einsatz aus.

Ein Rettungshubschrauber brachte den Landwirt auf dem schnellsten Weg in eine Klinik (Symbolbild).
Ein Rettungshubschrauber brachte den Landwirt auf dem schnellsten Weg in eine Klinik (Symbolbild).  © Montage: dpa/Julian Stratenschulte-123RF/Jaromír Chalabala

Ein 57 Jahre alter Landwirt arbeitete am Freitag mit einem nahezu leeren Gülle-Fass. Dabei fiel der abmontierte Spritzschutz versehentlich in das Fass, wie die Polizei in Südhessen mitteilte.

Der Bauer kletterte daher in das Behältnis, dass normalerweise dafür vorgesehenen ist, eine Gemisch aus Urin und Kot von Nutztieren (Gülle) zu lagern. Die extrem übel riechende Mischung wird in der Landwirtschaft als Dünger verwendet.

"Als der Landwirt aus dem Behältnis wieder rausklettern wollte, verlor er das Bewusstsein", sagte ein Polizeisprecher. Es kann nur vermutet werden, dass dabei auch die Dünste der restlichen Gülle in dem Fass eine Role spielten.

Ein Mitarbeiter des Bauern alarmierte sofort die Rettungskräfte. Die herbeigeeilten Feuerwehr-Leute näherten sich dem bestialisch stickenden Fass nur mit Atemschutz-Geräten.

"Mit einer Drehleiter konnte der Landwirt an Gurten befestigt aus dem Fass gezogen werden", schilderte der Sprecher die erfolgreiche Rettung.

Ein Rettungshubschrauber brachte den Landwirt auf dem schnellsten Weg in eine Klinik.

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Unfall in Erbach-Roßbach im Odenwald dauern an.

Titelfoto: Montage: dpa/Julian Stratenschulte-123RF/Jaromír Chalabala

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