Festnahme: Paar vermietete "Rattenlöcher" zu Unsummen an Gastarbeiter

Offenbach - Ein Ehepaar soll die fehlenden Sprachkenntnisse rumänischer und bulgarischer Arbeiter und ihre Unerfahrenheit mit rechtlichen Verträgen in Deutschland zur Vermietung desolater Wohnungen zu Wucher-Preisen ausgenutzt haben.

In den Wohnungen hätten die Mieter lediglich Schlafstätten gehabt, mussten aber weit überhöhte Mieten zahlen (Symbolbild).
In den Wohnungen hätten die Mieter lediglich Schlafstätten gehabt, mussten aber weit überhöhte Mieten zahlen (Symbolbild).  © 123RF/Matyas Rehak

Nach Durchsuchungen in Eschborn und Offenbach wurde das Paar am Mittwoch vorläufig festgenommen, teilte eine Polizei-Sprecherin in Offenbach mit.

Dabei wurden außer Vertrags-Unterlagen auch Geld und ein Laptop sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Betrugs-Fachkommissariat ermittelten den Angaben zufolge seit mehr als zwei Jahren gegen die 45 Jahre alten Eheleute wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Wuchers und der Urkunden-Fälschung.

Das Paar besitze mehrere Immobilien in Offenbach.

In diesen Wohnungen hätten die Mieter lediglich Schlafstätten gehabt, mussten aber weit überhöhte Mieten zahlen.

Mieter wurden mit Gewalt eingeschüchtert

Zudem soll der Mann mehrere Mieter mit körperlicher Gewalt eingeschüchtert haben.

Um die Situation zu verschleiern, soll das Paar in den Mietverträgen erfundene Personalien eingetragen haben.

Auch soll es Druck auf die Mieter ausgeübt haben, um zu verhindern, dass sie Anträge etwa für Wohngeld stellten. Die Ermittler gehen derzeit von etwa 40 Fällen aus.

Titelfoto: 123RF/Matyas Rehak

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