Orangefarbene Rauchwolke über BASF-Gelände: Was war da los?

Von Anett Indyka

Ludwigshafen - Wegen einer orangefarbenen Rauchwolke über dem Firmengelände des Chemieunternehmens BASF in Ludwigshafen ist am Montagabend die Feuerwehr ausgerückt.

Die Wolke kam vom Firmengelände des Chemie-Riesen BASF in Ludwigshafen. Es handelte sich um nitrose Gase, die wegen einer Betriebsstörung austraten.
Die Wolke kam vom Firmengelände des Chemie-Riesen BASF in Ludwigshafen. Es handelte sich um nitrose Gase, die wegen einer Betriebsstörung austraten.  © Marwin Brinner / Einsatz-Report24

Messfahrzeuge seien innerhalb des Stadtgebietes unterwegs gewesen, hätten aber keine giftigen Gase festgestellt, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Ludwigshafen am späten Abend.

Nach einer ersten Einschätzung aufgrund der Farbe der Rauchwolke habe es sich um nitrose Gase gehandelt. Sie könnten je nach Konzentration gefährlich sein oder auch nicht.

Als nitrose Gase werden Stickoxide bezeichnet. Beim direkten Einatmen sind sie giftig. Auch in Mannheim war die Wolke zu sehen.

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Das Unternehmen teilte am Abend mit, aufgrund einer Betriebsstörung seien nitrose Gase "unter Bildung einer weithin sichtbaren braunen Abgasfahne" ausgetreten. Verletzt wurde niemand.

Die Gase seien über einen Kamin in 50 bis 60 Metern Höhe ausgetreten und hätten sich dort verdünnt, erläuterte ein Firmensprecher. Die BASF-Umweltmesswagen seien innerhalb und außerhalb des Werksgeländes unterwegs gewesen und hätten keine erhöhten Messwerte festgestellt.

Die Ursache für den Zwischenfall werde noch untersucht. Die nitrosen Gase seien ein Nebenprodukt, das auch bei jeder Verbrennung entstehe.

Wolke zog über Mannheim weg, Polizei gab schnell Entwarnung

In Mannheim meldeten mehrere Anrufer bei der Polizei eine gelbe Wolke. Nach Rücksprache mit der Berufsfeuerwehr Mannheim sowie den beteiligten Dienststellen in Rheinland-Pfalz habe schnell Entwarnung gegeben werden können, teilte die Polizei in Mannheim mit.

Die Wolke sei in etwa 300 Metern Höhe über die nördliche Mannheimer Stadtgrenze hinweg in Richtung Lampertheim und hessischem Odenwald gezogen. Nach Mitteilung der Feuerwehr habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.

Der weitere Austritt des Gases sei durch die Feuerwehr verhindert worden.

Titelfoto: Marwin Brinner / Einsatz-Report24

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