Pika-Au! Handyzocker geht auf Pokemon-Jagd, dann gibt's mächtig Ärger

Mainz - Er wollte lediglich "der Allerbeste sein, wie keiner vor ihm war" - das wurde einem Mann am Dienstagabend in der rheinland-pfälzischen Metropole Mainz zum Verhängnis und endete schmerzhaft. Aufgrund des beliebten Handyspiels "Pokemon GO" gerieten er und zwei weitere Spieler in Streit, letztlich musste die Polizei eingreifen.

Der Streit um das Handyspiel "Pokemon GO" endete in einer handfesten Auseinandersetzung. (Symbolfoto)
Der Streit um das Handyspiel "Pokemon GO" endete in einer handfesten Auseinandersetzung. (Symbolfoto)  © 123RF/Lee Chee Keong, 123RF/Jörg Hüttenhölscher

Davon berichtete ein Sprecher des Mainzer Polizeipräsidiums am Mittwochnachmittag. Demnach sei ein 32-Jähriger am Dienstagabend in der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Bretzenheim auf Pokemon-Tour gewesen und wollte sich dort in eine sogenannte "Arena" einwählen.

Gleiches hatten aber wohl zwei weitere 33 und 40 Jahre alte Zocker vor, weshalb es in der Folge zu einem mächtigen Zoff kam. Denn erprobten Pokemon-Jägern dürfte bekannt sein, dass sich lediglich ein Spieler in eine örtliche Arena einloggen kann.

An ihrem Spiel durch Fremdeinwirkung gehindert, reagierten die beiden Fans der digitalen Nintendo-Tierchen äußerst gereizt und begannen den 32-Jährigen wüst zu beschimpfen und somit zum Ablassen von seinem Vorhaben und letztlich zum Abmarsch bewegen.

Da dies nicht den gewünschten Erfolg mit sich brachte, griff das aggressive Zweiergespann zu drastischeren Mitteln und begann auf den 32-Jährigen einzuschlagen.

Dabei verteilten die beiden Männer Schläge mit flacher Hand in das Gesicht ihres Opfers.

Schläge, Tritte und Schubserei: Polizei muss gegen Aggro-Zocker in Mainz vorgehen

Obendrein wurde der Geschädigte zusätzlich in den Schwitzkasten genommen. Beim Versuch sich aus dieser Misere zu befreien, wurde der betroffene Pokemon-Go-Spieler abschließend noch gestoßen und getreten. Am Ende wurde die Polizei zum Ort des Geschehens beordert, die umgehend Ermittlungsverfahren gegen die Aggro-Zocker einleitete.

Schon zur Einführung des Handyspiels wurden weltweit immer wieder äußerst kuriose, aber auch gefährliche Fälle in Verbindung mit "Pokemon Go" bekannt. So warnte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) vor erhöhter Unfallgefahr.

Ein über 70-jähriger Taiwanese befestigte sogar ganze elf Smartphones an seinem Roller, um effektiver auf die Pokemonjagd zu gehen.

Titelfoto: 123RF/Lee Chee Keong, 123RF/Jörg Hüttenhölscher

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