Mann spaziert auf achtspuriger Autobahn, doch es kommt noch dicker!

Köln - Am Donnerstag hat die Polizei einen Fußgänger (33) vom Mittelstreifen der achtspurig ausgebauten A3 in Köln geholt. Der 33-Jährige hatte zuvor bereits zwei Einsätze ausgelöst!

Auf der A3 hat ein psychisch auffälliger Mann (33) am Donnerstag einen Polizeieinsatz ausgelöst, indem er über die Mittelspur spaziert war. (Archivbild)
Auf der A3 hat ein psychisch auffälliger Mann (33) am Donnerstag einen Polizeieinsatz ausgelöst, indem er über die Mittelspur spaziert war. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, hatte ein Zeuge den psychisch auffälligen Mann am Mittag gegen 12.30 Uhr dabei beobachtet, wie er über eine Schilderbrücke auf den Mittelstreifen der achtspurig ausgebauten A3 zwischen dem Dreieck Heumar und Kreuz Köln-Ost kletterte - eine lebensgefährliche Aktion!

Umgehend alarmierte der Zeuge die Polizei. Der Mann spazierte indes zu Fuß über die Autobahn in Richtung Oberhausen.

Als die Beamten vor Ort eingetroffen waren, sperrten sie die Strecke unverzüglich in beide Richtungen. "Schnell stellte sich heraus, dass dieser Einsatz der dritte mit dem als Drogenkonsument bekannten 33-Jährigen innerhalb von 24 Stunden war", so der Sprecher.

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Schon am Mittwoch hatten Polizisten den Mann zu Fuß auf dem Standstreifen der A3 in Höhe der Anschlussstelle Mülheim erwischt. Als sie ihn dort wegschafften, hatte er "erheblichen Widerstand" geleistet, wie es hieß.

Bei dem Einsatz verletzte er zwei Polizisten obendrein leicht und kam aufgrund seines verwirrten Zustands in eine Klinik.

Dort stellten Ärzte allerdings keine Fremd- oder Eigengefährdung fest - und entließen den 33-Jährigen wieder!

Psychisch auffälliger Mann randalierte im Streifen- und Rettungswagen

Vor seinem lebensgefährlichen Spaziergang hatte der psychisch auffällige Mann (33) bereits drei Polizisten verletzt. (Symbolbild)
Vor seinem lebensgefährlichen Spaziergang hatte der psychisch auffällige Mann (33) bereits drei Polizisten verletzt. (Symbolbild)  © 123rf/Hunter Bliss

"Zurück 'in Freiheit'" habe der Mann am Donnerstagmorgen dann gleich sein nächstes Manöver gestartet: Er klingelte derart penetrant bei einer ihm fremden Frau aus Köln-Mülheim, dass diese umgehend die Polizei alarmierte.

Im Zuge dieses Einsatzes verletzte der 33-Jährige drei Beamte so schwer, dass die Kräfte den Dienst beenden mussten, hieß es.

Auf seinem erneuten Weg ins Krankenhaus protestierte der Mann dann so vehement, dass er sowohl Schäden im Streifenwagen, als auch in dem eingesetzten Rettungswagen verursachte.

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"Trotz Einlieferung auf einer Fixiertrage war der Aufenthalt auch dieses Mal nicht von langer Dauer, wie der erneute Einsatz auf der A3 wenig später bewies", so der Sprecher. Diesmal war der Mann allerdings nicht entlassen worden, sondern zuvor eigenständig durch ein offenes Fenster aus dem Krankenhaus geflüchtet.

Die dritte Vorstellung des 33-Jährigen im Krankenhaus innerhalb 24 Stunden endete schließlich "ohne erneuten Widerstand" und "mit der Einweisung in eine psychiatrische Klinik", wie der Sprecher abschließend mitteilte.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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