Großeinsatz im Rockermilieu! Polizei sprengt illegale Corona-Party

Rostock - Die Polizei in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) hat am frühen Donnerstagabend eine illegale Feier von Rockern beendet und ist dabei auf erheblichen Widerstand gestoßen.

Vor Ort gab es mehrere Festnahmen.
Vor Ort gab es mehrere Festnahmen.  © Stefan Tretropp

Am Abend hätten Augenzeugen gemeldet, dass in einem Vereinsheim auf dem Gelände des Industrieparks in Güstrow eine illegale Feier eines Rocker-Clubs stattfinden sollte. Der Verdacht bestätigte sich wenig später. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften an.

Schließlich galten auch am zweiten "Herrentag" in der Corona-Pandemie die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Dazu zählten auch Kontaktbeschränkungen und ein erweitertes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Die Polizei hatte im Vorfeld verschärfte Kontrollen angekündigt.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie tatsächlich mehrere Menschen vor, die gegen die aktuell geltenden Corona-Regeln verstießen.

Einige Beteiligte hätten sich außerdem extrem unkooperativ und aggressiv verhalten, wie die Polizei noch in der Nacht zu Freitag mitteilte. Viele der Feiernden waren zudem stark alkoholisiert.

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Während des Einsatzes habe etwa ein 39-Jähriger eine Glasflasche in Richtung der eingesetzten Beamten geworfen. Er verfehlte diese zum Glück aber knapp, sodass es keine Verletzten gab.

Anschließend leistete der Mann allerdings erheblichen Widerstand und wollte seine Identität nicht preisgeben.

Zahlreiche Verfahren eingeleitet

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.  © Stefan Tretropp

Schließlich wurden weitere Kräfte zur Unterstützung angefordert, um die Identität aller Beteiligten festzustellen und die Veranstaltung ordnungsgemäß zu beenden.

Insgesamt seien gegen zwölf Personen Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung und das Infektionsschutzgesetz gestellt worden, so die Polizei weiter. Zudem wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, da die Beamten von den Anwesenden mehrfach beleidigt wurden.

Bei einem 32-jährigen Mann wurden außerdem Drogen gefunden. Er muss nun wohl mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

Titelfoto: Stefan Tretropp

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