Dramatische Geiselnahme in Hamburg: Mann verbarrikadiert sich mit drei Kindern

Hamburg - Im Hamburger Stadtteil Billstedt hat es am frühen Freitagmorgen einen größeren Polizeieinsatz gegeben.

Die Einsatzkräfte umstellten das Gebäude.
Die Einsatzkräfte umstellten das Gebäude.  © René Schröder

Die Einsatzkräfte wurden gegen 6.50 Uhr in die Straße Mehrenskamp alarmiert.

Nach ersten Informationen wurde ihnen ein psychisch auffälliger Mann gemeldet, der sich mit Messern bewaffnet und in der Wohnung verbarrikadiert haben sollte.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei umstellte das Gebäude, auch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes rückten an. Nach zwei Stunden wurde die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus schließlich gestürmt, der Mann konnte überwältigt werden.

Augenzeugen zufolge wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ob der Mann bei dem Einsatz verletzt wurde, ist unklar.

Update, 12.46 Uhr: Mann hatte Kinder bei sich

Wie die Hamburger Morgenpost am Freitag weiter berichtete, soll der Mann mehrere Kinder bei sich in der Wohnung gehabt haben.

Wegen der Bedrohungslage sei schließlich das SEK dazugerufen worden. Die Beamten hätten bei dem Einsatz drei Kinder in Sicherheit gebracht.

In welchem Verhältnis sie zu dem später festgenommenen Mann stehen, ist noch unklar. Auch weitere Hintergründe sind noch nicht bekannt.

Update, 15.07 Uhr: Geiselnahme bestätigt

Nach verschiedenen Medienberichten hatte eine Nachbarin am Morgen die Polizei alarmiert und den psychisch auffälligen Mann gemeldet.

Ein Behördensprecher bestätigte am Nachmittag, dass sich der Mann am Morgen mit drei Kindern in der Wohnung verbarrikadiert hatte. Tatsächlich habe er die Minderjährigen bei sich als Geisel gehalten. Unklar bleibt, ob es sich dabei um seine eigenen Kinder handelte. Auch zum Alter und Geschlecht der Kinder machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.

Es habe aber keine Verletzten gegeben. Die Kinder wurden von den Beamten in Sicherheit gebracht und anschließend von einem Kriseninterventions-Team betreut.

Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen. Weshalb er sich in der Wohnung verschanzt hatte, ist derweil noch unklar.

Titelfoto: René Schröder

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