Polizei Hamburg sorgt mit Tweet zu schwarzen Schwänen für Kritik

Hamburg - Inmitten der Debatte um strukturellen Rassismus hat die Hamburger Polizei mit einem Tweet zur Rettung einer Schwanenfamilie für Unmut gesorgt.

Im Anschluss an eine Kundgebung gegen Rassismus in der Hamburger Innenstadt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.
Im Anschluss an eine Kundgebung gegen Rassismus in der Hamburger Innenstadt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.  © Christian Charisius/dpa

Die Kurznachricht zu dem "Begleitschutz" für die Tiere, die an einer Straße im Stadtteil Billstedt vor dem Verkehr in Sicherheit gebracht wurden, endete am Montag mit dem Satz "Hätten wir übrigens auch für schwarze Schwäne gemacht!" - und wurde kurze Zeit später gelöscht.

"Aktuell erhalten wir zu diesem Tweet deutliche Kritik", begründete die Polizei später die Löschung in einem weiteren Tweet. 

Anliegen sei es gewesen, deutlich zu machen, "dass wir für alle da sind und unsere Maßnahmen unabhängig von Aussehen, Geschlecht, Herkunft oder religiösem Hintergrund einer Person treffen". 

Die Nachricht sei daher "weder witzig noch verletzend" gemeint gewesen, "sondern sollte diese Selbstverständlichkeit unseres Polizeialltags betonen".

Die Reaktionen im Netz fielen durchaus unterschiedlich aus. 

Kritik auch für Löschung des Tweets

Während einige Nutzer den Einsatz lobten, "auch wenn der erste Tweet 'unglücklich' formuliert war", zeigten sich andere kritischer: "Solche Einsätze sind immer nett und eignen sich auch gut als PR. Aber ihr seid echt nicht in der Position, Witze über strukturellen Rassismus zu machen."

Ein anderer warf der Polizei wiederum vor, mit dem Löschen des Tweets vor "den Berufspöblern" eingeknickt zu sein.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa, Screenshot Instagram/polizeihamburg

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