Polizei kontrolliert mehrere Lkw und macht wahren Ekel-Fleisch-Fund

Bissendorf - Die Polizei wollte eigentlich nur die Verkehrssicherheit von Lastwagen kontrollieren, machte dann aber eine regelrechte Ekel-Entdeckung.

Bei einer groß angelegten Kontrollaktion nahmen Polizisten mehr als 60 Lkw auf der A30 ins Visier.
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion nahmen Polizisten mehr als 60 Lkw auf der A30 ins Visier.  © Polizei Osnabrück

Wie die Beamten am heutigen Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag mehr als 60 Lkw an einem Parkplatz der Autobahn 30 bei Bissendorf (Landkreis Osnabrück) kontrolliert. "Regelrecht ekelig wurde es beim Ergebnis einer Kontrolle eines Kühltransporters", so die Beamten.

Denn der Transporter war mit 1,2 Tonnen Fleischspießen beladen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um Döner-Spieße. Diese müssen eigentlich bei minus 18 Grad gelagert werden. "Allerdings stellten die Beamten fest, dass die Kühlanlage nicht einwandfrei funktionierte."

Die Lebensmittelüberwachung des Landkreises wurde aus diesem Grund hinzugerufen. Ein Mitarbeiter dieses Amtes stellte daraufhin fest, dass die Temperatur im Laster nicht ausreichte. Er ordnete die Rückführung und Vernichtung des Fleischs an.

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Der Defekt der Kühlanlage muss repariert werden, bevor neues Fleisch mit dem Fahrzeug transportiert wird. Doch es war nicht die einzige Schreckens-Entdeckung an diesem Tag an der A30.

Anderer Lkw wurde sofort aus dem Verkehr gezogen

22 Tonnen unzureichend gesichertes Aluminium und ein Loch im Reifen: Der Brummi-Fahrer musste auf dem Rastplatz ausbessern.
22 Tonnen unzureichend gesichertes Aluminium und ein Loch im Reifen: Der Brummi-Fahrer musste auf dem Rastplatz ausbessern.  © Montage: Polizei Osnabrück (2)

Bei einem Lkw, der mit 22 Tonnen Aluminium beladen war, stellten die Beamten fest, dass die Ladung "völlig unzureichend gesichert" war, wie sie mitteilten. Mit 20 zusätzlichen Gurten musste der Fahrer die Alu-Blöcke auf seiner Ladefläche sichern.

Zusätzlich hatte ein Reifen des Lasters ein "großes, tiefes Loch". Dieser musste deshalb noch vor Ort vom Fahrer gewechselt werden.

Ein anderer Brummi-Fahrer kam nicht so glimpflich davon. Die Osnabrücker Polizei entdeckte "erhebliche Mängel an der Bremsanlage und den Reifen". Sie schickten den Lastwagen sofort zu einer Hauptuntersuchung in einer nahegelegenen Werkstatt.

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Der dortige Gutachter konnte nur noch den desolaten Zustand des Fahrzeugs bescheinigen. Der Laster wurde aufgrund dessen sogleich stillgelegt.

"Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass die Kontrollen dringend notwendig sind", erklärte Polizeisprecher Marco Ellermann.

Von 61 kontrollierten Lastwagen am gestrigen Dienstag wurde in acht Fällen die Weiterfahrt untersagt. Es wurden 13 technische Mängel aufgespürt, acht wegen Überladung. Bei elf Lastwagen wurde die Ladung nicht genügend gesichert. Die Beamten forderten 700 Euro Sicherheitsleistung von ausländischen Fahrern ein und stellten 2500 Euro von Kriminellen sicher.

Titelfoto: Polizei Osnabrück

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