Polizei nimmt bei A49-Protesten mehrere Umweltaktivisten in Gewahrsam

Homberg/Ohm - Bei den Protesten gegen den Weiterbau der A49 in Mittelhessen ist die Polizei erneut konsequent gegen die Umweltaktivisten vorgegangen.

Insgesamt nahm die Polizei 64 Personen fest (Archivfoto).
Insgesamt nahm die Polizei 64 Personen fest (Archivfoto).  © Boris Roessler/dpa

64 Personen seien in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei am Dienstag in Gießen mit. Dazu seien sechs Ermittlungsverfahren und 59 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden.

31 Platzverweise wurden ausgesprochen.

Die Beamten räumten nach eigenen Angaben mehrere Baumhäuser und Plattformen, um den Fortgang der Rodungs- und Forstarbeiten durchzusetzen.

Beim Transport einer Person, die in Gewahrsam genommenen worden war, sei es mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei zu einem Unfall gekommen. Dabei habe sich der Demonstrant leicht verletzt. Die Ermittlungen zu dem Unfall liefen noch.

Im Dannenröder Wald, den Umweltschützer seit mehr als einem Jahr besetzt halten, laufen seit über drei Wochen Räumungs- und Rodungsarbeiten für den Lückenschluss der A49.

Die Gegner des Verkehrsprojektes lehnen dieses aus Klimaschutzgründen ab. Die Befürworter erhoffen sich weniger Verkehrsbelastung und eine bessere Straßenanbindung.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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