Polizei nimmt Promille-Schläger nach Prügelei fest – dieser geht bei Instagram live

Hannover - Erst Schlägerei, dann Pöbelei, dann Insta-Live: Ein 24-Jähriger hat in der Nacht zu Samstag zunächst sturzbetrunken an einer Prügelei teilgenommen und wurde dann bei seiner Festnahme durch die Beamten gleich mehrfach durch respektloses Verhalten auffällig. Zu allem Überfluss filmte er seine Festnahme und ließ sie parallel live im Netz mitlaufen.

Die Bundespolizei rückte wegen einer Schlägerei auf dem Ernst-August-Platz in Hannover aus. Anschließend nahmen sie eine Person fest.
Die Bundespolizei rückte wegen einer Schlägerei auf dem Ernst-August-Platz in Hannover aus. Anschließend nahmen sie eine Person fest.  © Christian Charisius/dpa

So wurden Beamte der Hannoveraner Bundespolizei in der Nacht zu Sonntag zunächst auf den Ernst-August-Platz gerufen.

Wie die Bundespolizeiinspektion Hannover am Montagmorgen mitteilte, mussten die Ordnungshüter Personen auseinanderhalten, die zuvor in eine Keilerei geraten waren.

Dabei wurde ein 24-jähriger Mann aus Faßberg "als einer der Tatbeteiligten festgestellt", heißt es vonseiten der Polizei.

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Doch der Faßberger zeigte sich uneinsichtig, wurde in der Folge mehrfach respektlos und zückte zu allem Überfluss sogar noch sein Smartphone.

So soll er nach eigener Aussage auf der Social-Media-Plattform Instagram live gegangen sein und prahlte damit vor den Beamten.

Diese forderten ihn mehrmals dazu auf, dies zu unterlassen. Dem kam der Hobby-Filmer allerdings nicht nach und führte seinen "Live-Stream" zunächst fort – was sich die Polizisten dann nicht mehr bieten ließen.

Sie beschlagnahmten das Mobiltelefon.

Rüpel hatte satte 2,84 Promille Alkohol im Blut – Ermittlung wegen gleich vier Strafanzeigen

Daraufhin wurde der Mann ausfällig und beleidigte die Beamten. Außerdem duzte er sie "unablässig respektlos", so die Polizisten weiter.

Ein durchgeführter Alkoholtest ergab später satte 2,84 Promille bei dem Pöbler.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen vier Straftaten eingeleitet. Dabei geht es um Verstöße gegen das Kunsturheberrecht, Verletzung der Persönlichkeitsrechte und Körperverletzung. Außerdem muss er sich wegen Beleidigung verantworten.

Der Auslöser der vorangegangenen Schlägerei ist bislang noch nicht bekannt.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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