Polizei schnappt vermissten 13-Jährigen, plötzlich greift der Junge nach der Waffe eines Polizisten!

Wertheim - Ein Teenager (13) hat sich am Samstagabend mit Händen und Füßen gegen die Polizei gewehrt - schließlich griff er sogar nach der Dienstwaffe eines Beamten!

Die Polizisten holten Verstärkung. Danach drehte der Minderjährige richtig frei. (Symbolbild)
Die Polizisten holten Verstärkung. Danach drehte der Minderjährige richtig frei. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Das zu diesem Zeitpunkt als vermisst gemeldete Kind wurde von einer Zivilstreife auf dem Herbstmarkt in Wertheim angetroffen", schreibt die Polizei.

Zunächst ließ er sich widerstandslos festhalten. Auf einem Fußweg in Richtung Rechte Tauberstraße sperrte sich der Junge dann aber plötzlich, er schlug und trat sogar nach den Beamten.

Deshalb mussten die Ordnungshüter den Teenager festhalten - woraufhin die Lage immer aggressiver wurde.

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"Ab diesem Zeitpunkt versammelten sich zirka 25 Kinder und Jugendliche um die Polizisten, bedrängten diese massiv und filmten die Maßnahmen", heißt es weiter.

Nachdem eine Verstärkungsstreife eingetroffen war, stemmte sich der Minderjährige mit Händen und Füßen gegen den Streifenwagen und versuchte sogar, einem der eingesetzten Polizeibeamten die Dienstwaffe aus dem Holster zu ziehen!

Polizei bedankt sich bei Passanten für Zivilcourage

Letztendlich waren drei Beamte nötig, um ihn in das Fahrzeug zu setzen. Bei dem Vorfall wurde ein Polizist leicht verletzt.

"Das Polizeirevier Wertheim bedankt sich ausdrücklich bei den Passanten, die Zivilcourage zeigten und die Einsatzkräfte bei der Lagebewältigung unterstützten", ist weiter zu lesen.

Auf den Radau-Teenie kommt jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes und Körperverletzung zu. Darüber hinaus ermittelt das Polizeirevier Wertheim wegen des Verdachtes der Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz gegen einige der Umstehenden.

Personen, die Zeugen des Vorfalls waren oder Aufnahmen des Polizeieinsatzes besitzen, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09342/91890 zu melden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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