Polizei sprengt wilde Corona-Party: Einige Gäste nehmen ungewöhnlichen Fluchtweg

Kitzingen - Feiern bis die Polizei kommt! Was früher höchstens eine Ermahnung wegen Ruhestörung nach sich gezogen hätte, ist heutzutage vor allem aus gesundheitstechnischen Gründen äußerst bedenklich.

Fotomontage: Gegen 1 Uhr nachts musste die Polizei am Samstag zu einem Mehrfamilienhaus im unterfränkischen Kitzingen anrücken (Symbolfoto).
Fotomontage: Gegen 1 Uhr nachts musste die Polizei am Samstag zu einem Mehrfamilienhaus im unterfränkischen Kitzingen anrücken (Symbolfoto).  © Montage: 123RF/Tetiana Zbrodko, Jörg Hüttenhölscher

Dennoch ließen es sich einige Feierwütige im unterfränkischen Kitzingen nicht nehmen, am Samstag eine ausufernde Hausparty zu feiern. Wie ein Sprecher der unterfränkischen Polizei am Montag mitteilte, ging es dabei aber dermaßen wild zu, dass sich gegen 1 Uhr nachts schließlich die Nachbarn aufgrund der Lärmbelästigung beschwerten.

Am Ort des Geschehens, dem Haus in der Repperndorfer Straße, angekommen, hörten die Ermittler schon von Weitem Geschrei und Musik, die eindeutig aus einer der Wohnung kamen. Dass hier gleich mehrere Personen ausgelassen feierten, war spätestens jetzt eindeutig klar.

Trotz vehementem Klingeln und Klopfen blieb die Tür des Mehrfamilienhauses vorerst verschlossen.

Bemerkt hatten die anwesenden Party-Gäste die Polizisten aber scheinbar bereits. Denn einige von ihnen unternahmen einen Fluchtversuch durch eines der Fenster im Erdgeschoss.

Dies taten zwei von ihnen in solch einer Eile, dass sie nicht einmal mehr Schuhe angezogen hatten. Doch alle Hast brachte ihnen nichts, sie wurden in der Buchbrunner Straße geschnappt und kontrolliert. Im Haus wurden von den Beamten neben dem Wohnungsinhaber noch zwei weitere Personen aufgefunden.

Corona-Party in Unterfranken aufgelöst: Teilnehmer der Fete fliehen teilweise durchs Fenster

Insgesamt konnte die Polizei infolge der weiteren Ermittlungen acht Personen im Alter zwischen 20 und 23 Jahren aus sieben verschiedenen Haushalten identifizieren, die an der Corona-Party teilgenommen hatten. Auf sie warten nun empfindliche Bußgelder aufgrund der Verstöße gegen das Infektionssschutzgesetz.

Für gewöhnlich sehe die Polizei zwar davon ab Kontrollen in Privat-Wohnungen vorzunehmen. Sollten im Rahmen einer Ruhestörungen jedoch Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln ausfindig gemacht werden, sind die Ermittler dazu angehalten, diese auch zu ahnden.

Titelfoto: Montage: 123RF/Tetiana Zbrodko, Jörg Hüttenhölscher

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