Polizei stoppt Lkw auf A7 und verhindert Verkehrs-Drama in letztem Moment

Bad Hersfeld - Eine Streife der Autobahnpolizei im hessischen Bad Hersfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) verhinderte auf der Autobahn 7 Ende September aller Voraussicht nach ein wahres Verkehrs-Drama. Ein Lkw, der drei Sattelzug-Maschinen geladen hatte, drohte, seine Ladung auf offener Fahrbahn zu verlieren.

Der Lkw hatte insgesamt drei Sattelzüge aufgeladen.
Der Lkw hatte insgesamt drei Sattelzüge aufgeladen.  © Polizeipräsidium Osthessen

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen am Mittwoch mitteilte, kam es bereits am Dienstag, den 29. September, zu diesem äußerst brenzligen Einsatz. Der Autotransporter sei am Vormittag auf der A7 in Höhe der Steigungsstrecke "Pommer" zwischen den Anschlussstellen Bad Hersfeld-West und Homberg/Efze nach Norden unterwegs gewesen, als er den Beamten ins Auge fiel.

Schon beim ersten Blick auf den Transporter fiel auf, dass die geladenen Sattelzüge zu groß für die Ladefläche waren und sie deshalb "ineinander verschachtelt" aufgereiht wurden, wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist. Dadurch wurde jedoch die zulässige Gesamthöhe überschritten - eine riesige Gefahr für die Verkehrssicherheit!

Um dem zumindest etwas entgegenzuwirken, hatte man - wohl vonseiten des Transport-Unternehmens - die Luft aus den Vorderreifen des vordersten Sattelschleppers gelassen. 

Auch hier nahm man ein Sicherheitsrisiko wohl billigend in Kauf, da somit die Befestigung sogenannter "Drei-Punkt-Sicherungsgurte" nicht mehr möglich war.

Zu allem Überfluss zeigte sich der Lkw-Fahrer dann auch noch resistent gegen die ersten Aufforderungen der Polizeistreife, ihr auf den nahegelegenen Rastplatz "Fuchsrain" zu folgen. Erst das eingesetzte Blaulicht zeigte Wirkung. Bei der direkten Konfrontation mit dem Verkehrssünder stellten die Beamten die einzelnen Mängel fest.  

Autotransport auf A7 aus Verkehr gezogen: Geladene Sattelschlepper drohten auf Autobahn zu fallen

Um die Überschreitung der zulässigen Gesamthöhe zu minimieren, ließ man beim vorne aufgeladenen Sattelzug die Luft aus den Vorderreifen.
Um die Überschreitung der zulässigen Gesamthöhe zu minimieren, ließ man beim vorne aufgeladenen Sattelzug die Luft aus den Vorderreifen.  © Polizeipräsidium Osthessen

Insgesamt wurde die zulässige Transport-Höhe um rund 50 Zentimeter überschritten - ein "Hängenbleiben" an einer Autobahnbrücke hätte die Folge sein können. Zudem war der Transport zwölf Zentimeter zu breit. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt vorerst untersagt, einer der Sattelzüge musste auf einen weiteren Autotransporter umgeladen werden.

Zwar durfte die Fahrt nach erfolgter Nachkontrolle fortgesetzt werden, auf Fahrer, Verlader und auch den Halterverantwortlichen kommen nun saftige Bußgelder im jeweils dreistelligen Bereich zu.

Titelfoto: Polizeipräsidium Osthessen

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