Polizei-Streife stoppt Lkw auf der A3: Als sie einen Blick hinein wirft, trifft sie der Schlag

Heiligenroth - Da kam die Polizei wohl gerade noch rechtzeitig! Am Montagmorgen stoppten die Ermittler einen Lastwagen auf der Autobahn 3 nahe des rheinland-pfälzischen Heiligenroth. Dieser schockierte die Beamten von innen, wie auch von außen.

Die auf den Lkw geladenen Paletten wurden in keiner Weise gesichert.
Die auf den Lkw geladenen Paletten wurden in keiner Weise gesichert.  © Verkehrsdirektion Koblenz

Über den Vorfall informierte ein Sprecher der Verkehrsdirektion in Koblenz am Dienstagmorgen. Demnach hätte eine Streife den Lkw auf dem Rastplatz Montabaur gegen 9.45 Uhr kontrolliert.

Beladen war der Sattelzug mit Kohlendioxid-Kartuschen. Diese seien aufgrund einer Sonderregelung zwar kein Gefahrgut, dennoch gab es an der Ladung etwas Grundlegendes - und mitunter Gefährliches - auszusetzen.

Denn die insgesamt zehn Paletten mit einem Gewicht von circa vier Tonnen waren in keiner Weise im Frachtraum des Lkw gesichert worden. Somit hätten sie während der Fahrt jederzeit herumrutschen, kippen oder gar auf die Fahrbahn fallen können.

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Besonders erzürnt dürften die Polizisten gewesen sein, als sie bemerkten, dass der 55 Jahre alte Fahrer des Sattelzuges sogar ausreichende Utensilien zur Ladungssicherung mit sich spazieren fuhr.

Doch damit noch lange nicht genug: Bei einem Blick auf das äußere Erscheinungsbild des über 15 Jahre alten Fahrzeuges stellten die Beamten erhebliche und für den Straßenverkehr gefährdende Mängel fest. Unter anderem war ein Sicherheitsgurt defekt, die Reifen wiesen Schäden auf und die Frontscheibe war gerissen.

Auf Lkw bei Heiligenroth geladene Kohlendioxid-Kartuschen in keiner Weise gesichert

Zudem stellten die Polizeibeamten einige Ladelücken zwischen den Paletten fest.
Zudem stellten die Polizeibeamten einige Ladelücken zwischen den Paletten fest.  © Verkehrsdirektion Koblenz

Zudem hätten freiliegende Kabel jederzeit für einen Kurzschluss sorgen können. Zu allem Überfluss konnte der 55-Jährige seine Lenk- und Ruhezeiten nicht vollumfänglich nachweisen. Zu guter Letzt fehlte auch noch die dringend benötigte Transportlizenz seitens des Unternehmens.

Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt bis auf Weiteres untersagt. Die Ladung musste auf ein anderes Fahrzeug umgeladen werden, während der Pannen-Lkw abgeschleppt wurde. Der 55-Jährige und sein Arbeitgeber dürfen mit saftigen Strafen rechnen.

Titelfoto: Verkehrsdirektion Koblenz

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