Polizei stoppt Lkw auf der A44: Blick auf die Ladung macht den Beamten Angst

Kassel - Dass dieser Transport nicht in einer Katastrophe endete, ist wohl auch den aufmerksamen Beamten der Polizei zu verdanken, die einen Lastwagen am Montagvormittag auf der Autobahn 44 nahe des nordhessischen Kassel aus dem Verkehr zogen. Ein Blick auf dessen Ladung, machte den Ermittlern Angst und Bange.

Am Montagvormittag zog die Autobahnpolizei in Baunatal diesen Lkw auf der A44 aus dem Verkehr.
Am Montagvormittag zog die Autobahnpolizei in Baunatal diesen Lkw auf der A44 aus dem Verkehr.  © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Wie ein Sprecher des nordhessischen Polizeipräsidiums am Mittwochmittag mitteilte, sei der Lkw, der in Fahrtrichtung Kassel unterwegs war, einer Streife der Autobahnpolizei Baunatal gegen 10.15 am Montagvormittag aufgefallen.

Besonders ins Auge stach den Beamten dabei die deutlich sichtbar nach außen gewölbte Plane des Lkw, die letztlich Anlass genug darstellte, das Fahrzeug einer intensiveren Kontrolle zu unterziehen. Auf dem Parkplatz Bärenberg checkten die Polizisten schließlich genau, was sich hinter der Plane verbarg.

Dass sich dabei ergebene Bild sorgte für ein heftiges Aufstöhnen der Beamten. Denn auf der Ladefläche befanden sich insgesamt 20 sogenannter Big Packs, in denen sich das transportierte Material befand.

Doch diese waren alles andere als verkehrssicher verladen worden. Denn der laut Frachtpapieren aus Österreich gekommene Lkw mit kroatischer Zulassung, der in Richtung Wartburgkreis (Thüringen) unterwegs war, wurde dermaßen falsch beladen, dass die Big Packs nicht mit den darunter liegenden Europaletten verbunden und zusätzlich gesichert waren.

Dies hätte zur Folge haben können, dass die Transport-Säcke hätten noch weiter verrutschen und die Pläne schließlich durchschlagen können. Unvorhergesehene, ruckartige Fahrmanöver hätten ein Unglück wohl nahezu unausweichlich gemacht.

Saftiges Bußgeld in Höhe von rund 3200 Euro für kroatischen Fahrzeughalter veranlasst

Auf dem Lastwagen waren 20 sogenannter Big Packs geladen.
Auf dem Lastwagen waren 20 sogenannter Big Packs geladen.  © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Daraus hätten schreckliche Unfälle resultieren können. Die logische Konsequenz: Dem 19 Jahre alten Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, zudem musste die etwa 25 Tonnen schwere Ladung teilweise umgeladen, beziehungsweise die verbliebenen Big Packs nachgesichert werden.

Für die kroatische Firma setzte es ein Bußgeld in Höhe von rund 3200 Euro, welches vor dem weiteren Transport zunächst entrichtet werden musste. Darüber hinaus wurde entsprechendes Verfahren seitens der Polizei eingeleitet.

Titelfoto: Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

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