Polizei stoppt Reisebus aus Albanien auf der A67: Fahrer handelten völlig verantwortungslos

Darmstadt - Kein Bock auf vorgeschriebene Pause oder gewaltiger Druck des Reiseveranstalters im Nacken? Bei der Kontrolle eines Reisebusses auf der Autobahn 67 bei Darmstadt (Südhessen), hatte die Polizei auf jeden Fall allen Anlass, genauer hinzusehen.

Der Lenkzeitpausen-Betrug wurde im Rahmen einer Polizeikontrolle auf der A67 aufgedeckt (Symbolfoto).
Der Lenkzeitpausen-Betrug wurde im Rahmen einer Polizeikontrolle auf der A67 aufgedeckt (Symbolfoto).  © Jonas Güttler/dpa

Wie ein Sprecher der südhessischen Polizei erst am Dienstagmittag mitteilte, sei es am 25. Oktober gegen 13.45 Uhr zu der Überprüfung des Busses, in dem zwölf Reisende und vier Fahrer Platz genommen hatten.

Begonnen hatten sie ihre Reise bereits am Vortag gegen 4 Uhr morgens, Startpunkt war Albanien. Auf der Fahrt zum eigentlichen Ziel, Dortmund, hatten sich die Wagen-Lenker jedoch einen Faux-Pas erlaubt, der als Straftat zu werten ist.

Wie der Polizeisprecher weiter berichtete seien die vier Männer nämlich 34 Stunden am Stück durchgefahren. Zwar hätten sie sich in regelmäßigen Abständen abgewechselt, das Gesetz sieht jedoch bei einer Mehrfahrerbesetzung insgesamt neun Stunden Lenkzeitpause binnen 30 Stunden vor.

Diese muss ohne wenn und aber stehend verbracht werden. Somit hatten die vier Fahrer gegen das Gesetz verstoßen, da sie eigenen Aussagen zufolge ihre jeweiligen Pausen während der Weiterfahrt getätigt hatten.

Die Beamten reagierten rigoros und untersagten dem Reisetrupp die Weiterfahrt. Schließlich wurden Bußgeldverfahren gegen die Fahrer sowie das Busunternehmen eingeleitet.  

Es steht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro im Raum.

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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