Polizei stoppt Sattelzug auf der A45: Anblick der Ladung ist zum Kopfschütteln

Linden - Es gibt Menschen, die sparen für ihr Leben gern und haben dadurch durchaus Vorteile. Doch es gibt Lebensbereiche, in denen das Sparen nahezu lebensgefährlich für sich selbst und vor allem für andere werden kann. Letzteres war wohl in der Nacht von Sonntag auf Montag auf der Autobahn 45 nahe des mittelhessischen Linden im Landkreis Gießen der Fall.

Diesen hoffnungslos überladenen Transporter stoppte die Polizei in der Nacht zu Montag auf der Autobahn 45 nahe Linden in Mittelhessen.
Diesen hoffnungslos überladenen Transporter stoppte die Polizei in der Nacht zu Montag auf der Autobahn 45 nahe Linden in Mittelhessen.  © Polizeipräsidium Mittelhessen

Dort zogen Beamte der Autobahnpolizei Mittelhessen einen Sattelzug aus dem Verkehr, nachdem dieser aufgrund seiner auffälligen Ladung von aufmerksamen - und besorgten - Verkehrsteilnehmern bei der entsprechenden Dienststelle gemeldet worden war.

Auf sich aufmerksam gemacht hatte der Lastwagen wohl vor allem, weil er in Höhe einer zweispurigen Baustelle wagemutig einen anderen Lkw überholt hatte.

Schnell war es den Ermittlern möglich, den entsprechenden Laster mit bulgarischem Kennzeichen auf der A45 ausfindig zu machen, der im Auftrag einer dort ansässigen Firma unterwegs war. In Höhe des Gießener Südkreuzes war die Reise des Lasterfahrers dann vorerst zu Ende.

Bundesweite Ermittlungen gegen Verdächtige wegen NS-Verbrechen
Polizeimeldungen Bundesweite Ermittlungen gegen Verdächtige wegen NS-Verbrechen

Erst bei der genaueren Kontrolle des Fahrzeuges konnte offenbart werden, welche Gefahr tatsächlich von dem Sattelzug ausging. Denn im Laderaum des Gefährts fanden sich zwei weitere, unbereifte Sattelzüge sowie ein Transporter, der wiederum in einen der Sattelzüge geladen wurde.

Letztlich war die Konstruktion mit rund 4,32 Metern Höhe schlichtweg zu hoch. Doch es kam noch "besser"!

Zu hoch, zu viel, zu unsicher: Polizei stoppt Lastwagen auf der A45

Die Sicherung der Ladung gestaltete sich ähnlich abenteuerlich: So fehlte es aufgrund des nicht mehr vorhandenen Freiraumes an geeigneten Befestigungsmöglichkeiten. Den Verantwortlichen mangelte es aber scheinbar nicht an Kreativität und so wurden kurzerhand die Haken des Spanngurtes an den gelockerten Radmuttern befestigt, ehe diese im Anschluss wieder festgezogen wurden.

Am Ende gab es bis zur Umladung auf ein anderes Fahrzeug ein Verbot der Weiterfahrt sowie ein saftiges Bußgeld von 1300 Euro. Hier wurde tatsächlich am falschen Ende gespart.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mittelhessen

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: