Polizei sucht Bahnstrecke nach Mann ab und vermutet das Schlimmste

Bremen - Am Montag hat es einen größeren Polizeieinsatz auf der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven gegeben, der allerdings ein offenes Ende nahm.

Die Bundespolizei suchte die Bahnstrecke auch mithilfe eines Hubschraubers ab.
Die Bundespolizei suchte die Bahnstrecke auch mithilfe eines Hubschraubers ab.  © Bundespolizei Bremen

Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, hatte ein etwa 65-jähriger Mann am Nachmittag gegen 15.30 Uhr mit seinem Klapprad die Gleise im Bereich eines Schlachthofes in Loxstedt-Düring überquert, als sich plötzlich ein Güterzug näherte.

Der Lokführer sah die Person am Gleis und leitete auf der Fahrt in Richtung Bremerhaven sofort eine Schnellbremsung ein. Er ging allerdings zunächst davon aus, den Mann überfahren zu haben und informierte umgehend die Leitstelle. Der Fahrer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden.

Tatsächlich wurden anschließend Aufschlagspuren eines Fahrrades an der Lokomotive gefunden, von dem vermeintlichen Unfall-Opfer fehlte jedoch zunächst jede Spur. Unklar war, ob der möglicherweise schwerst verletzte Mann im Wald oder auf einer Wiese neben den Gleisen liegen könnte.

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Die Bundespolizei setzte für die groß angelegte Suchaktion auch einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein.

Rettungshunde- und Drohnenstaffel der Feuerwehr, die Feuerwehr Loxstedt, Rettungswagen, Notarzt sowie das Notfallmanagement von der Deutschen Bahn und Polizei waren im Einsatz.

Die Strecke wurde erst nach Stunden wieder freigegeben

Der bislang noch unbekannte Mann wurde allerdings am Montag nicht mehr gefunden. Nach ersten Zeugenhinweisen wurde zwar ein verdächtiger Fahrradfahrer überprüft, das Alter des Mannes passte jedoch nicht mit dem mutmaßlichen Unfall-Opfer zusammen.

Der Einsatz musste von den Rettungskräften schließlich nach drei Stunden abgebrochen werden. Jetzt ermittelt die Bundespolizei Bremen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen den unbekannten Mann und bittet die Bevölkerung um weitere Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0421/16299-777.

Erst gegen 18.40 Uhr konnte die zweigleisige Bahnstrecke bei Bremen wieder freigegeben werden, es kam zu zahlreichen Verspätungen. Reisende wurden gebeten, ihre Verbindungen noch einmal zu überprüfen.

Titelfoto: Bundespolizei Bremen

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