Polizei tappte im Dunkeln: Mann bedroht jahrelang Zeitungsverlag und Privatpersonen

Nürnberg - Jahrelang soll ein 57 Jahre alter Mann aus Mittelfranken Hassbotschaften an einen Zeitungsverlag und Privatpersonen verschickt haben. Nun konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter ermitteln. Er gestand alle Taten.

Die Polizei konnte den Täter nach langer Zeit schließlich ermitteln. (Symbolbild)
Die Polizei konnte den Täter nach langer Zeit schließlich ermitteln. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hat er seit 2016 40 Briefe und Postkarten mit Beleidigungen an einen Nürnberger Zeitungsverlag und verschiedene Personen aus Franken verschickt haben.

Dabei enthielten die handgeschriebenen Briefe und Postkarten teilweise Todesdrohungen, massive antisemitische Beleidigungen sowie Beleidigungen mit politischem und religiösem Bezug.

Außerdem wurde immer wieder Sympathie für rechtsradikale Täter geäußert.

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Aufgrund der massiven Drohungen veranlasste die Polizei in Einzelfällen zeitweise sogar Schutzmaßnahmen für die Empfänger der Hassnachrichten.

Offensichtlich wählte der 57-Jährige diese meist aufgrund von Presseberichten und Artikeln einer mittelfränkischen Tageszeitung aus.

Da die Briefe in unregelmäßigen Abständen und an verschiedene Empfänger geschickt wurden, tappte die Polizei lange im Dunkeln.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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