13-Jähriger wird von Gruppe verprügelt, später rückt diese bewaffnet vor seinem Haus an

Wiesloch - Gewaltsame Vorfälle im Rhein-Neckar-Kreis!

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.  © Marco Friedrich / Einsatz-Report24

Wie das Polizeipräsidium Mannheim am Freitagnachmittag mitteilte, haben sich am Donnerstagabend in Wiesloch zwei tumultartige Auseinandersetzungen mit Körperverletzungen und mehreren Verletzten ereignet.

Zunächst sind gegen 19 Uhr vor dem Jugendzentrum in der Güterstraße zwei Jugendgruppen aneinandergeraten, wobei ein 13-Jähriger von sechs bis sieben Tätern angegriffen worden sein soll.

Als das Opfer und seine Begleiter zu Fuß in die Hauptstraße flüchteten, wo der 13-Jährige wohnt, wurden sie durch die unbekannten Täter eingeholt, woraufhin diese dem 13-Jährigen erneut mit Gürteln und Faustschlägen zugesetzt haben sollen. Dabei erlitt er mehrere Prellungen. 

Als die Familie ihm zur Hilfe eilte, soll es zu weiteren Gewaltausschreitungen gekommen sein, bei denen drei Personen verletzt wurden. 

Nachdem die Täter bemerkten, dass die Polizei alarmiert wurde, flohen sie zu Fuß und mit einem Auto in unbekannte Richtung.

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Ein 13-Jähriger ist von mehreren Jugendlichen verprügelt worden. (Symbolbild)
Ein 13-Jähriger ist von mehreren Jugendlichen verprügelt worden. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Später am Abend, gegen 21.45 Uhr, wurde in demselben Anwesen in der Hauptstraße erneut eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gemeldet, die teilweise mit Stöcken und Gürteln bewaffnet aufeinander losgehen würden.

Als die Beamten eintrafen, fanden sie noch laufende Tumulte sowie zwei verletzte Anwohner vor: Ein 63-Jähriger mit einer Stichverletzung im Rücken und eine 61-jährige Frau, die eine Kopfplatzwunde hatte. Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gefahren.

Zeugen teilten mit, dass mindestens 20 Personen auf dem Parkplatz vor dem Wohnhaus erschienen seien und sich Zutritt zum Haus verschafft hätten. Diese sollen mit Stöcken, Baseballschlägern und Schlagstöcken sowie eventuell
mit einem Messer bewaffnet gewesen sein.

Die Polizei war mit insgesamt elf Streifenwagen vor Ort, eine Fahndung nach den bislang unbekannten Tätern verlief erfolglos. Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Marco Friedrich / Einsatz-Report24

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