Spezialkräfte wegen "Schießerei" in Leipzig: Was steckt dahinter?

Leipzig - Zu einem großen Polizeieinsatz kam es am gestrigen Samstagnachmittag in der Ringstraße im Stadtteil Grünau.

Die Polizei war wegen des Verdachts auf eine Schießerei angerückt. (Symbolbild)
Die Polizei war wegen des Verdachts auf eine Schießerei angerückt. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Der Vorfall spielte sich gegen 17.10 Uhr in der Ringstraße ab, als die Polizei von Anwohnern über eine angebliche Schießerei informiert wurde.

Daraufhin wurde nicht nur die Bereitschaftspolizei und der Streifendienst, sondern auch die Spezialkräfte der Inspektion Zentrale Dienste (IZD) in die Ringstraße geschickt. 

Bei der Überprüfung aller neun Etagen des Mehrfamilienhauses fanden die Einsatzkräfte einen 50-Jährigen vor, der eine leichte Kopfverletzung aufwies. 

"Nach Angaben des Mannes habe er nach einem Streit mit einem Unbekannten im Hausflur einen Besenstil auf den Kopf bekommen", teilte die Leipziger Polizeisprecherin Mariele Koeckeritz mit.

Eine Schusswaffe hätte jedoch zu keiner Zeit eine Rolle gespielt. Der 50-Jährige wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. 

Nach zahlreichen Befragungen und einer Suche im Umfeld wurde klar, dass zeitgleich zu dem Streit außerhalb des Hauses Pyrotechnik durch Unbekannte gezündet worden war. 

Durch die lauten Explosionen waren die Anwohner von einer Schießerei ausgegangen.

Die Polizei ermittelt nun aufgrund der gefährlichen Körperverletzung gegen den 50-Jährigen.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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