Polizeipanne verhinderte Anschlag in Berlin!

Berlin - Die zufällige Verhinderung eines islamistischen Terroranschlags mit Beteiligung von Anis Amri auf das Berliner Gesundbrunnen-Einkaufscenter im Jahr 2016 hing mit einer weiteren Panne der damaligen Polizei-Ermittlungen zusammen.

Als mögliches Anschlagsziel galt das Gesundbrunnen-Center.
Als mögliches Anschlagsziel galt das Gesundbrunnen-Center.  © Paul Zinken/dpa

Das ging aus Aussagen eines Berliner Kriminalpolizisten im Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestags am Donnerstag hervor.

Am 26. Oktober 2016 hatten Polizisten an der Berliner Wohnung eines Islamisten geklingelt, um die Identität eines zweiten Mannes in der Wohnung festzustellen, erklärte der Hauptkommissar, der Observationsteams leitet. 

Dieser zweite Mann war ein Islamist, der über den Balkon flüchtete und kurz darauf auch aus Deutschland verschwand und den Anschlag in Berlin unterließ.

Nun stellte sich heraus, dass das Landeskriminalamt (LKA) den Mann als Bekannten des Wohnungsmieters längst kannte. Das Observationsteam am 26. Oktober habe das aber nicht gewusst und deshalb die Klingelaktion gestartet, was letztlich den geplanten Anschlag verhinderte, sagte der Kommissar, der den Einsatz leitete, selber aber nicht vor Ort war. 

Auch dass die beiden Islamisten in der Wohnung den hochgefährlichen Sprengstoff TATP lagerten, sei ihnen nicht bekannt gewesen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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