Polizisten jagen entlaufenden Hund, schließlich tricksen sie ihn aus

Bielefeld - Am Donnerstagvormittag ist die Polizei in Bielefeld-Jöllenbeck zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen worden. Ein entlaufener Hund trottete durch die Straßen. Um ihn einzufangen, mussten die Beamten Einfallsreichtum und ihren langen Atem unter Beweis stellen.

Ein tierischer Einsatz erforderte Kreativität und Geduld bei der Bielefelder Polizei. Ein entlaufener Hund wollte sich nicht einfangen lassen.
Ein tierischer Einsatz erforderte Kreativität und Geduld bei der Bielefelder Polizei. Ein entlaufener Hund wollte sich nicht einfangen lassen.  © 123rf/foottoo

Ein tierischer Einsatz der besonderen Art erforderte Kreativität und Geduld bei den Bielefelder Polizisten.

Wie die Polizei mitteilte, meldeten Anwohner der Eickumer Straße in Jöllenbeck einen umher laufenden Hund

Doch kaum waren die Beamten eingetroffen, um den Streuner einzufangen, machte dieser sich aus dem Staub. 

Den Polizisten blieb nichts anderes übrig, als vorerst zu warten, bis der als Bayerischer Gebirgsschweißhund identifizierte Vierbeiner erneut auftauchte. 

Und die Beamten hatten Glück, denn nach kurzer Zeit erschien der Hund plötzlich wieder auf der Bildfläche.

Ganz nach dem Motto "Mit Speck fängt man Mäuse" bot eine Anwohnerin, die schon zuvor Angaben zu dem Streuner gemacht hatte, den Beamten eine Scheibe Wurst als Lockmittel an. 

Doch der Vierbeiner entschied an diesem Tag, es den Helfern nicht allzu leicht zu machen.

Alle guten Dinge sind drei: Polizisten beweisen Geduld

Mit einer Scheibe Wurst gelang es Polizisten in Bielefeld, einen entlaufenen Hund in ihren Streifenwagen zu locken und sicher abzutransportieren.
Mit einer Scheibe Wurst gelang es Polizisten in Bielefeld, einen entlaufenen Hund in ihren Streifenwagen zu locken und sicher abzutransportieren.  © Polizeipräsidium Bielefeld

Der Hund zeigte tatsächlich großes Interesse an der Wurst, verschlang die Scheibe in Windeseile und machte sich dann rasch wieder davon.

Ein weiterer Anwohner unterbreitete seine Hilfe und stattete die Beamten mit Leckerlis aus. Doch scheinbar war der Hund mit einigen Wassern gewaschen, denn obwohl er erneut auf den Köder hereinfiel, gelang es den Polizisten nicht, den Vierbeiner einfangen. 

Nun griffen die Beamten zu härteren Bandagen. Sie legten eine Leckerli-Spur bis zum Streifenwagen aus und warteten ab. Es schien bereits, als würde der Plan gelingen, doch kurz vor dem Polizeiauto stoppte er misstrauisch. 

Eine weitere Scheibe Wurst als besonderer Anreiz musste her und wurde sogleich auf dem Rücksitz des Polizeiautos ausgelegt. Und endlich klappte es! Der Hund hüpfte in den Wagen und nahm auf der Rückbank Platz. Mit vollem Bauch wurde er anschließend ins örtliche Tierheim kutschiert, da zunächst kein Halter ausfindig gemacht werden konnte. 

Der vierbeinige Ausreißer bekam schließlich sein Happy End, als sein Herrchen ihn am Nachmittag wohlbehalten aus dem Tierheim abholte. Weder dem Hund, noch anderen Verkehrsteilnehmer geschah etwas. 

Titelfoto: Polizeipräsidium Bielefeld, 123RF/foottoo

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0