Polizisten versammeln sich zu Kolonne, doch es gab keine Genehmigung!

Köln - Weil ein Kollege sich nach über 40 Jahren aus dem Polizeidienst verabschiedete, starteten Beamte der Polizei Köln ihm zu Ehren eine große Kolonne mit zahlreichen Polizeifahrzeugen. Doch die Aktion war nicht genehmigt worden - und hat nun Folgen!

Beamte der Polizei Köln starteten am Mittwochvormittag eine nicht genehmigte Kolonnenfahrt von Brühl nach Euskirchen. Die Aktion hat nun Konsequenzen (Symbolbild).
Beamte der Polizei Köln starteten am Mittwochvormittag eine nicht genehmigte Kolonnenfahrt von Brühl nach Euskirchen. Die Aktion hat nun Konsequenzen (Symbolbild).  © 123RF/animaflorapicsstock

Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte, versammelten sich zur Verabschiedung des Kollegen am Mittwochvormittag zahlreiche Polizisten, um dem Kollegen mit einer großen Kolonne einen gebührenden Abschied zu bereiten.

So starteten die Beamten - "unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten" - mit 17 Polizeimotorrädern, einem Sonderfahrzeug der Kölner Spezialeinheiten und einem Wasserwerfer los in Richtung Euskirchen.

Während der Kolonnenfahrt hatten sie Blaulicht eingeschaltet. Auch das Martinshorn tönte.

Herausgekommen war die nicht genehmigte Aktion durch einen Anruf der Leiterin einer Kita. Die Frau hatte bei der Polizei in Euskirchen angerufen und nach dem Zweck der Kolonnenfahrt gefragt.

Polizeipräsident Uwe Jacob äußert sich bereits zu der Aktion: "Ich habe Verständnis dafür, dass beliebte Mitarbeiter nach über 40 Dienstjahren würdevoll verabschiedet werden. Derartige Aktionen können jedoch Konsequenzen für jeden Einzelnen, aber auch für die Behörde haben."

Weiter gab Jacob an, sich bereits persönlich beim zuständigen Landrat für die Aktion Kölner Polizisten entschuldigt zu haben. "Im Rahmen eines Besuchs bei der Kita-Leitung haben wir uns ebenfalls entschuldigt und die 'Karten auf den Tisch' gelegt", so der Polizeipräsident.

Nun werde gegen die Planer und Teilnehmer der Kolonne eine dienst- und strafrechtliche Ermittlung eingeleitet, unter anderem wegen missbräuchlicher Nutzung von dienstlichen Fahrzeugen.

Titelfoto: 123RF/animaflorapicsstock

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