Junge Frauen zur Prostitution gezwungen? Polizei sucht weitere Opfer

Offenbach am Main - Gegen einen 41 Jahre alten Mann und eine 35-jährige Frau aus Offenbach steht ein schwerwiegender Verdacht im Raum: Hat das Pärchen mehrere junge Frauen zur Prostitution gezwungen?

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurden mehrere junge Frauen dazu gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten (Symbolbild).
Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurden mehrere junge Frauen dazu gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten (Symbolbild).  © 123RF/Katarzyna Białasiewicz

Der Mann und die Frau wurden schon am 1. Juli im Rahmen einer groß angelegten Polizei-Aktion zunächst festgenommen, wie das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Mittwochmorgen gemeinsam mitteilten.

Später wurden demnach zwei zuvor vom Amtsgericht Darmstadt erlassene Haftbefehle gegen den Mann und die Frau vollstreckt. Der Vorwurf lautet "Zwangsprostitution"!

Die beiden Verdächtigen sollen mehrere junge Frauen im Rhein-Main-Gebiet zur Prostitution gezwungen haben. Dabei mussten die Opfer laut den Ermittlern nahezu die kompletten Einkünfte an ihrer Peiniger abgeben.

Die 35-Jährige soll "als 'Aufpasserin' fungiert und die Tätigkeiten der Opfer überwacht haben", sagte ein Sprecher.

Bei der Aktion am 1. Juli wurden "insgesamt 18 Objekte in Offenbach, Friedrichsdorf, Bottrop sowie in Frankfurt unter Hinzuziehung von Spezialeinsatzkräften und Beamten der Bereitschaftspolizei durchsucht", erklärte der Sprecher weiter.

Die Beamten stellten dabei unter anderem Bargeld, wertvollen Schmuck, Drogen, eine Harley-Davidson und ein Magazin mit scharfer Munition sicher.

Zwangsprostitution im Rhein-Main-Gebiet: Polizei sucht Opfer

Staatsanwaltschaft und Polizei vermuten, dass es neben den bereits bekannten Opfern der Zwangsprostitution noch weitere betroffene Frauen geben könnte. Diese werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06980981234 an die Kriminalpolizei in Offenbach zu wenden.

Die Ermittler sichern zu, die Meldungen vertraulich zu behandeln.

Titelfoto: 123RF/Katarzyna Białasiewicz

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