Razzia bei Böller-Bastler: Experten sprengen gefährliches Gemisch!

Wangels - Wie gefährlich: Wieder wollte ein junger Mann in Schleswig-Holstein selbst Böller basteln!

Feuerwehr und Polizei waren in Wangels im Einsatz.
Feuerwehr und Polizei waren in Wangels im Einsatz.  © Arne Jappe

Das Landeskriminalamt (LKA) hat wegen Sprengstoffverdachts das Haus eines jungen Mannes im Kreis Ostholstein durchsucht und gefundene Gemische direkt am Ort gesprengt.

Das Haus in Wangels sei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck auf der Suche nach chemischen Grundstoffen als Beweismittel durchkämmt worden, sagte ein LKA-Sprecher in Kiel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Diese seien gefunden worden. "Darüber hinaus haben die Ermittler festgestellt, dass es zum Teil schon Vermischungen in kleinen Mengen gab."

Deshalb seien die Experten des Kampfmittelräumdienstes zum Einsatzort gerufen worden, um die Gemische kontrolliert zu sprengen.

Dafür mussten die Anwohner im Umkreis von rund 200 Metern für etwa eine Stunde ihre Wohnungen verlassen.

Dass der junge Mann mit den Stoffen Böller basteln wollte, sei noch nicht erwiesen, sagte der Sprecher. Es deute aber vieles darauf hin.

19-Jähriger verletzte sich in Eckernförde beim Böllerbasteln

Erst einen Tag zuvor hatte ein 19-Jähriger in Eckernförde beim Böllerbasteln eine Explosion ausgelöst und sich dabei schwer verletzt. Gerade zum Jahreswechsel hin gebe es jedes Jahr wieder Versuche, selbst Böller herzustellen, sagte der LKA-Sprecher.

Das habe nicht zwingend etwas mit dem coronabedingten Böllerverbot in diesem Jahr zu tun. "Das hat es schon immer gegeben. Das ist nicht unüblich."

Titelfoto: Arne Jappe

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