Richtig G(r)as gegeben: Zoll findet dieses Drogenpaket süß verpackt im Auto

Bielefeld - Herzlichen Glückwunsch! Am Sonntagmorgen ging den Zollbeamten aus Bielefeld ein sattes ordentliches Gras-Paket ins Netz. Ein Autofahrer gab an, es handele sich um ein Geburtstagsgeschenk für seine Nichte.

Geschenk für die Nichte? Zollbeamte bewiesen einen guten Riecher.
Geschenk für die Nichte? Zollbeamte bewiesen einen guten Riecher.  © Henning Kaiser/dpa

Die Kontrolleinheit Verkehrswege Anröchte spürten einen Autofahrer auf dem Autobahnrastplatz (A2) Obergassel auf. Dort stand er mit seinem geparkten silbergrauen Wagen mit niederländischen Kennzeichen.

Auf Nachfrage der Beamten entgegnete er, er sei auf dem Weg zu seiner Nichte nach Bielefeld, die Geburtstag habe.

Ob er Betäubungsmittel oder Waffen bei sich führe, verneinte er.

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Die Zollbeamten trauten dem Braten allerdings nicht, baten den Mann aus seinem Wagen und nahmen das Fahrzeug etwas genauer unter die Lupe.

Auf der Rücksitzbank des Autos fanden sie dann einen großen Geschenkkarton. Dieser sei für die Nichte des Fahrers, wie er versicherte. Darin solle eine Spielzeugküche für sie sein.

Die Ordnungshüter schnitten an der unteren Ecke des Pakets dennoch ein kleines Loch, um sich davon zu überzeugen. Nun kam der wahre Inhalt zum Vorschein: "Ein szenetypischer schwarzer Folienbeutel", so das Hauptzollamt Bielefeld.

Mit "anritzen" dieses stieg den Beamten dann "unmittelbar der typische Marihuana-Geruch" in die Nase.

Drei Kilo Marihuana, Zoll beschlagnahmt das Drogen-Paket

3 Kilo Marihuana fanden die Beamten am Sonntagmorgen im Auto des Beschuldigten.
3 Kilo Marihuana fanden die Beamten am Sonntagmorgen im Auto des Beschuldigten.  © Hauptzollamt Bielefeld

Das Paket wurde sofort beschlagnahmt. Beim späteren Wiegen ergab sich, dass es sich um 3000 Gramm des Rauschgiftes handelte.

Der Fahrer wurde umgehend festgenommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auf dem Schwarzmarkt hätte man für die rund drei Kilo Gras, etwa 30.000 Euro verdienen können. Dazu kommt es dank des "Riechers" der Zollbeamten nicht.

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Die weiteren Ermittlungen haben indes das Zollfahndungsamt Hannover übernommen.

Welche Strafe auf den "Gras-Onkel" wartet, wird sich zeigen.

Titelfoto: Hauptzollamt Bielefeld

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