Schleuser kassieren für lebensgefährliche Tour: Migranten müssen tagelang in Lkw ausharren

Rohrdorf - Unter widrigen Bedingungen sind drei junge Migranten heimlich auf einem Lastwagen-Auflieger von Rumänien nach Oberbayern mitgefahren. 

Das Foto der Polizei zeigt das Innere des Lkw-Auflegers, in dem die Migranten ausharrten.
Das Foto der Polizei zeigt das Innere des Lkw-Auflegers, in dem die Migranten ausharrten.  © Bundespolizei München

Die beiden 16-Jährigen und der 23-Jährige seien beim Entladen des Lastwagens am Montag in Rohrdorf am Inn (Landkreis Rosenheim) plötzlich aus dem Anhänger gesprungen, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. 

Der Fahrer habe offenkundig von nichts gewusst.

Den Beamten erzählten die Afghanen, dass sie für ihre mehrmonatige Schleusung von Afghanistan nach Deutschland insgesamt fast 19.000 Euro bezahlt hätten. 

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Bei ihrer letzten Etappe versteckten die drei sich laut Bundespolizei auf der Ladefläche zwischen den Kistenpaletten. Während der drei Tage langen Fahrt hätten sie sich lediglich von Keksen und Wasser ernährt.

Die beiden Minderjährigen wurden dem Jugendamt in Rosenheim übergeben. 

Da sich herausstellte, dass der 23-Jährige bereits von rumänischen Behörden registriert wurde, geht die Bundespolizei davon aus, dass er bald nach Rumänien ausreisen muss.

Titelfoto: Bundespolizei München

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