Kleinkind tot aus Fluss geborgen, Polizei ermittelt gegen Mutter

Rotenburg – Ein vermisstes Kleinkind ist in Rotenburg (Niedersachsen) tot aus dem Fluss Wümme geborgen worden.

Feuerwehrleute sind mit einem Boot im Einsatz.
Feuerwehrleute sind mit einem Boot im Einsatz.  © -/Nord-West-Media TV/dpa

Es sei zuvor mehrere Stunden gesucht worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. 

Bei der Suche waren den Angaben zufolge unter anderem Boote im Einsatz. 

In der Nacht fanden die Einsatzkräfte das Kind letztlich am Ortsrand im Wasser. 

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Die Hintergründe waren zunächst unklar. 

Update, 12.22 Uhr: Totschlagsverdacht gegen Mutter

Nach dem Fund der Kinderleiche in der Wümme in Rotenburg ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Mutter des Jungen wegen Totschlags. 

Die Ermittler verdächtigen die 40-Jährige, ihren vierjährigen Sohn umgebracht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Verden mitteilte. Die Leiche des kleinen Jungen war in der Nacht zum Freitag aus dem Fluss geborgen worden.

Die Frau hatte sich mit ihrem Sohn im Krankenhaus in Rotenburg aufgehalten. Sie war am Donnerstagabend aber plötzlich mit dem Kind verschwunden. Daraufhin meldete sich das Krankenhaus bei der Polizei. 

Die Frau wurde dann gegen 23 Uhr im Stadtgebiet von Rotenburg angetroffen - ohne den Jungen, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. 

Die Hintergründe des Falls sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch offen. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion der Leiche, die demzufolge aber frühestens am Wochenende vorgenommen wird. 

Inwieweit sich die 40-Jährige zu den Vorwürfen geäußert hat, blieb am Freitag zunächst unklar - ebenso, ob an der Leiche äußere Verletzungen festgestellt wurden. 

Titelfoto: -/Nord-West-Media TV/dpa

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