Autofahrer steckt in Gleisbett fest und ruft die Polizei: Doch etwas hat er nicht bedacht

Saarbrücken - Die Polizei, dein Freund und Helfer! An dieses Sprichwort fühlte sich wohl ein junger Autofahrer am Sonntagmorgen erinnert, als er die Ordnungshüter aufgrund seines im Gleisbett festgefahrenen Wagens alarmierte. Jedoch hatte er dabei einige Punkte nicht bedacht.

Als die Polizisten den jungen Mann vor Ort antrafen, merkten sie sofort: Hier ist etwas faul! (Symbolfoto)
Als die Polizisten den jungen Mann vor Ort antrafen, merkten sie sofort: Hier ist etwas faul! (Symbolfoto)  © Montage: 123RF/jerryb7, 123RF/mumib

Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Saarbrücken-Burbach am Sonntagmittag berichtete, alarmierte ein 24 Jahre alter Mann in den frühen Morgenstunden den Notruf und teilte den Beamten mit, dass sich sein Auto im Saarbrücker Stadtteil Malstatt in Höhe der Pfarrer-Bungarten-Straße im Gleisbett der Saarbahn festgefahren hatte.

Aufgrund der mutmaßlichen Gefahrenlage begab sich eine Streife umgehend zum gemeldeten Ort des Geschehens, wo sie auch den jungen Autofahrer aus Quierschied antrafen. Wie er sein Fahrzeug in diese missliche Lage gebracht hatte, konnte er den Ermittlern jedoch nicht plausibel erklären.

Ersten Vermutungen der Polizei zufolge könnte er kurz zuvor falsch abgebogen und auf den Gleisen weitergefahren sein, ehe sich der Wagen schließlich nicht mehr fortbewegte. Was dann folgte, war eine aufwendige Bergung, die mit einem enormen Zeitaufwand verbunden war.

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Den Beamten vor Ort war jedoch zwischenzeitlich aufgefallen, dass etwas mit dem 24-Jährigen nicht stimmte. Bereits nach den ersten gewechselten Worten war ihnen aufgefallen, dass der junge Mann eindeutig zu tief ins Glas geschaut haben musste.

Zudem machte sich aber rund um das Pannenauto ein auffälliger Marihuanageruch breit. Eine Durchsuchung des Wagens brachte schließlich Klarheit.

Auch die Wohnung des Mannes wurde durchsucht

Darin entdeckten die Polizisten größere Mengen der Droge sowie "auffällig viel Bargeld" und typische Utensilien zum Wiegen und Verpacken selbiger. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei dem 24-Jährigen um einen Drogendealer handeln könnte, was dieser im Verhör auch bestätigte.

Daraufhin wurde auch die Wohnung des Quierschieders durchsucht, in der sich weitere Drogen und obendrein noch eine Aufzuchtanlage für Cannabis befand. Neben der Kosten für die Bergung, kommen nun noch ein Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz auf ihn zu.

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