Saboteure verüben Anschlag auf Brunnen-Bau von Coca-Cola

Lüneburg - Der umstrittene Coca-Cola-Brunnen zur Förderung von Grundwasser im Landkreis Lüneburg ist nach Unternehmensangaben sabotiert worden.

Unrat liegt hinter dem Brunnenkopf auf der Baustelle vom geplanten Coca-Cola-Brunnen.
Unrat liegt hinter dem Brunnenkopf auf der Baustelle vom geplanten Coca-Cola-Brunnen.  © dpa/Philipp Schulze

Man habe festgestellt, dass Unbekannte den Brunnenkopf mit Beton und Unrat verschlossen hätten, teilte eine Konzernsprecherin am Mittwoch auf Anfrage mit. Das Unternehmen kündigte eine Anzeige an.

Über den Sabotageakt in Reppenstedt in der Samtgemeinde Gellersen hatte zunächst der NDR berichtet. Das Material sei vollständig entfernt worden und eine zusätzliche Kamerafahrt habe ergeben, dass der Brunnen und das Peilrohr unbeschädigt geblieben seien, sagte die Konzernsprecherin. An der Planung für einen Pumpversuch hält die Firma fest, er soll in der kommenden Woche beginnen.

Coca-Cola unterhält mit seinem Tochterunternehmen Apollinaris in der Hansestadt bereits zwei Brunnen für das Abfüllen von Mineralwasser und verkauft das geförderte Wasser unter dem Namen "Vio".

Bürgerinitiativen hatten besonders vor dem Hintergrund der vergangenen trockenen Sommer gegen den weiteren Brunnen, das Abfüllen des Wassers in Flaschen und den hohen Verkaufspreis protestiert.

Maschinen und Anlagen stehen auf der Baustelle vom geplanten Coca-Cola-Brunnen (Aufnahme mit einer Drohne).
Maschinen und Anlagen stehen auf der Baustelle vom geplanten Coca-Cola-Brunnen (Aufnahme mit einer Drohne).  © dpa/Philipp Schulze

So viel Wasser will Coca-Cola entnehmen

Der Pumpversuch dient der Vorbereitung des endgültigen Erlaubnisverfahrens zur Wasserentnahme. Der Konzern möchte mit dem neuen Brunnen bis zu 350.000 Kubikmeter Wasser jährlich aus einer Tiefe von etwa 195 Metern fördern.

Bei dem Versuch könnten laut Erlaubnis bis zu 118.000 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt werden.

Titelfoto: dpa/Philipp Schulze

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