Schrecklicher Fund auf Grundstück: Säugling lag tot in Plastiksack

Lüneburg - Im Fall der am Dienstagnachmittag gefundenen Babyleiche auf einem Grundstück bei Lüneburg (TAG24 berichtete) hat die Polizei weitere Hintergründe bekannt gegeben. 

Die Polizei sichert Spuren auf einem Grundstück. (Symbolbild)
Die Polizei sichert Spuren auf einem Grundstück. (Symbolbild)  © Claudia Drescher/dpa-Zentralbild/dpa

Zunächst hatte es keine genaueren Angaben zum Fundort gegeben.

Nach ersten Angaben wurde der leblose Körper des Kindes aber in der Straße Am Kornfeld in Bardowick entdeckt. Ein 49-Jähriger hatte Malerarbeiten an einem Schuppen durchgeführt, als er zusammen mit einer 52-jährigen Bewohnerin des Grundstücks den Leichnam in einem blauen Plastiksack entdeckte, teilte die Polizei schließlich am Mittwoch weiter mit.  

Auch Alter, Geschlecht und Herkunft waren unbekannt. Inzwischen wurde der Leichnam des Säugling in der Gerichtsmedizin in Hamburg obduziert. 

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Es handle sich demnach um ein männliches Kind, das den Angaben zufolge mindestens einen Tag gelebt haben soll und noch im August verstorben sei. Zur Todesursache machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Auch zu den Eltern des Säuglings gibt es bislang keinerlei Hinweise. Der Leichnam war allerdings in zwei Handtücher gewickelt, von denen sich die Polizei nun weitere Spuren erhofft. 

Polizei bittet Bevölkerung um Hilfe

Das Baby war in zwei Frottee-Handtücher eingewickelt.
Das Baby war in zwei Frottee-Handtücher eingewickelt.  © Polizei

Es handelt sich um ein lilafarbenes Frottee-Handtuch der Firma Vossem, Größe ca. 42 x 93 cm, und ein rosafarbenes Frottee-Handtuch der Marke Vossem, Größe ca. 88 x 135 cm.

Die Polizei bittet die Bevölkerung nun dringend um Mithilfe: Wer kann Hinweise zu den gefundenen Handtüchern geben? Wem ist in den vergangenen Wochen eine hochschwangere Frau aufgefallen, die nun aber kein Neugeborenes mehr bei sich hat?

Auch mögliche verdächtige Beobachtungen in der Neubausiedlung hinter dem Penny-Markt könnten der Polizei weiterhelfen. 

Es sei nicht auszuschließen, dass die unbekannte Mutter dringend Hilfe benötige. Für Hinweise wurde die Telefonnummer 04131/8306-2312 eingerichtet.

Titelfoto: Claudia Drescher/dpa-Zentralbild/dpa, Polizei

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