Säure-Attentat eines Stalkers: Täter greift Mutter und fünfjährige Tochter an

Sant Feliu de Guíxols - Er stalkte sie monatelang, die örtlichen Behörden taten nichts. Dann, eines Morgens, kam es im nordspanischen Sant Feliu de Guíxols zum Eklat. Dabei bewarf der Verrückte die Frau und ihre Tochter mit Natronlauge.

Ana Mari ist von dem Angriff ihrs Stalkers schwer gezeichnet.
Ana Mari ist von dem Angriff ihrs Stalkers schwer gezeichnet.  © Screenshot/Twitter El Cargol

Seit Monaten sei er besessen von der 35-jährigen Ana Mari. Trotz mehrfacher Hilfegesuche bei den örtlichen Behörden passierte nichts, und der Stalker machte einfach weiter.

Hier kam es zum Eklat. Vor wenigen Tagen warf der Täter um 6 Uhr morgens Steine ans Fenster von Ana.

Diese machte sich nach kurzer Zeit wutentbrannt auf den Weg die Treppe herunter. Als sie die Tür öffnete und ihren "Verehrer" schließlich zur Rede stellen wollte, ging dieser jedoch sofort zum Angriff über und schüttete ihr Natronlauge ins Gesicht.

Unglücklicherweise stand die fünfjährige Tochter von Ana ebenfalls an der Tür, auch sie bekam etwas davon ab. Trotz großer Schmerzen schmiss sich Ana geistesgegenwärtig über ihr Kind, um es zu schützen.

Anas Eltern, die zu der Zeit zu Besuch waren, bekamen das ebenfalls mit und alarmierten umgehend die Polizei und versuchten, den Mann zu verjagen. Dieser ergriff dann die Flucht.

Zweijährige glücklicherweise nicht in der Nähe, Täter hatte Messer dabei

Glücklicherweise wurde er bald darauf von den Beamten in einem Waldstück am Standrand gestellt und festgenommen, nachdem ihn zwei Patrouillen der Bürgersicherheit von der örtlichen Polizeistation suchten. Bei dem Täter handelt es sich um einen 45-jährigen Marokkaner, wie die "Sun" berichtet.

"Meine Eltern sind gekommen, um mit uns das Wochenende zu verbringen", so Ana nun den örtlichen Medien. "Ich ging herunter, um ihn zu verscheuchen. Ich wusste nicht, dass er etwas bei sich trug, sonst wäre ich nicht hinuntergegangen", fuhr sie fort.

Leider habe ihre größere Tochter etwas abbekommen, sagt sie. "Gott sei Dank hat er meine Zweijährige nicht auch noch erwischt. Außerdem hatte ich Glück, dass er mich nicht mit den Messern in seiner Tasche erstochen hat", so Ana weiter.

Sie wird wohl ein Leben lang von dem Angriff gezeichnet bleiben. Neben Verbrennungen im Gesicht und an den Lippen, hat sie zudem Wunden am Zahnfleisch. Ihr rechtes Auge ist ebenfalls verletzt, möglicherweise erblindet sie einseitig.

Auch die Fünfjährige ist gezeichnet von dem Angriff des Irren. Sie hat Verletzungen und Verbrennungen an der Lippe, Auge und ihrer rechten Hand davongetragen.

Der Marrokaner wurde unter anderem wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.

Titelfoto: Screenshot/Twitter El Cargol

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