Schock-Video von Querdenker-Demo in Kassel: Fotograf bekommt Faustschlag ins Gesicht

Kassel - Es sind Bilder, die einen fassungslos zurücklassen. Im Zuge der Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen im nordhessischen Kassel, an denen auch zahlreiche Anhänger der "Querdenker"-Bewegung teilnahmen, soll es zu einer brutalen Gewalt-Attacke auf einen Fotografen gekommen sein.

Anhänger der Querdenker-Bewegung versuchen einem Gegendemonstranten ein Banner zu entreißen. Ein Fotograf, der die Szene dokumentierte, soll daraufhin einen Faustschlag ins Gesicht erhalten haben.
Anhänger der Querdenker-Bewegung versuchen einem Gegendemonstranten ein Banner zu entreißen. Ein Fotograf, der die Szene dokumentierte, soll daraufhin einen Faustschlag ins Gesicht erhalten haben.  © dpa/Swen Pförtner

Dies belegt ein Twitter-Video, das der betroffene Fotograf selbst am Sonntag nach der ausgearteten Situation auf seinem Account hochgeladen hatte. Schon der Vorlauf ist überaus verstörend:

Während eine große Schar von Querdenkern die Kasseler Du-Ry-Straße entlang marschiert, stellt sich ihnen um die Mittagszeit eine kleine Gruppierung von Gegendemonstranten entgegen.

Wie der Tagesspiegel berichtet, führten diese ein Banner mit sich, welches die Corona-Leugner wiederum versuchten, zu entreißen. Ab diesem Zeitpunkt eskalierte die Situation komplett.

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Während sich Demonstranten und Gegendemonstranten um den Stofffetzen stritten, wurden sie von einem Tross von Kameramännern und Fotografen verfolgt.

Einem der Querdenker missfiel dies wohl derart, dass er unvermittelt auf einen der Fotoreporter, den freien Journalisten Felix Dressler, losstürmte.

Doch bei bösen Worten blieb es hierbei nicht. Ohne jegliche Vorwarnung setzte der mittlerweile der Polizei bekannte Demonstrant zum Hieb mit geschlossener Faust an und traf Dressler mitten im Gesicht.

Couragierten Kollegen hatte es der Journalist, der nach dem Schlag eigenen Aussagen zufolge einen "totalen Blackout" erlebte, zu verdanken, dass nichts Schwerwiegenderes vorfiel.

Sie zogen ihn aus der Schusslinie, er selbst konnte sich erst wieder an sein Aufwachen nahe einer Hecke erinnern.

Betroffener Fotograf filmte den Angriff eines Kasseler Demonstranten auf seine Person

Am Samstag versammelten sich insgesamt rund 20.000 Menschen in Kassel, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Zunächst war die Veranstaltung lediglich für rund 6000 Menschen zugelassen worden. Die Lage eskalierte jedoch schnell.

Unter die friedlichen Demonstranten mischten sich zahlreiche Gegendemonstranten und Querdenker. Das Verhalten der Polizei wurde im Nachgang kritisch diskutiert.

Auch seitens der Beamten soll es zu Gewalttaten gegen Demonstranten gekommen sein.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner

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