Schüsse in Bielefelder Berufskolleg: Ermittler hatten Verdächtigen schon früher auf dem Zettel

Bielefeld – Neue Erkenntnisse nach den Schüssen in einem Bielefelder Berufskolleg: Der mutmaßliche Schütze (20) stand nach einem Zeitungsbericht bereits Monate vor der Tat im Fokus der Behörden.

Der 20-Jährige soll im Juni in einem Bielefelder Berufskolleg mehrere Schüsse abgefeuert haben. (Archivfoto)
Der 20-Jährige soll im Juni in einem Bielefelder Berufskolleg mehrere Schüsse abgefeuert haben. (Archivfoto)  © Christian Müller/dpa

Der 20-Jährige hatte demnach schon zuvor Straftaten im Internet angekündigt, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (69, CDU) der "Neuen Westfälischen" sagte.

Zudem sei der Verdächtige im Konzept zur Früherkennung von Personen mit Risikopotenzial als Prüffall erfasst worden. In diesem Zusammenhang habe es auch eine Gefährderansprache gegeben.

Die beteiligten Behörden hätten den zuvor psychisch auffälligen Mann allerdings für ausreichend stabilisiert gehalten.

Durchs offene Fenster geworfen: Böller explodiert in Schlafzimmer von Mutter und Baby
Polizeimeldungen Durchs offene Fenster geworfen: Böller explodiert in Schlafzimmer von Mutter und Baby

Der 20-Jährige, der inzwischen in einer geschlossenen Psychiatrie sitzt, soll Ende Juni einen Amoklauf an der Schule geplant und mit einer Schreckschusswaffe auf die Tür des Lehrerzimmers geschossen haben. In einem Video hatte er sein Vorhaben im Internet angekündigt.

Bei der Durchsuchung des Gebäudes hatte die Polizei Molotowcocktails, einen Dolch, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen entdeckt.

Titelfoto: Christian Müller/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: