Mann durch drei Schüsse in Rücken getötet: Polizei findet Beweismittel in Villa

Lübeck - Nach dem Tod eines 38-jährigen Mannes in Lübeck (TAG24 berichtete) hat die Polizei weitere Beweismittel sichergestellt.

Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung betritt einen Tatort. (Symbolfoto)
Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung betritt einen Tatort. (Symbolfoto)  © picture alliance / Marijan Murat/dpa

Am Mittwoch vor einer Woche hatten Anwohner im Stadtteil St. Gertrud Hilfeschreie gehört und den Notruf gewählt.

Die Polizei fand daraufhin einen Mann mit schweren Schussverletzungen im Rücken auf der Straße liegen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät, er verstarb wenig später im Krankenhaus.

Anschließend wurde bekannt, dass der 38-Jährige zuvor mit einem Bekannten in eine scheinbar leer stehende Villa an der Straße "Am Burgfeld" eingestiegen sein soll. Demnach waren die beiden Männer wohl aus Neugier durch das Kellerfenster geklettert.

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Im Haus trafen sie dann aber auf einen 57-jährigen Mann, der mehrere Schüsse auf sie abgegeben haben soll. Der Begleiter des späteren Opfers konnte demnach unverletzt flüchten. Der 38-Jährige wurde dagegen drei Mal im Rücken getroffen.

Unmittelbar nach der Tat suchten die Beamten nach Zeugen, die noch in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in dem Bereich der Adolfstraße gesehen hatten (TAG24 berichtete).

Motiv des Tatverdächtigen unklar

Der 57-Jährige wurde anschließend wegen des dringenden Verdachts des Totschlags festgenommen. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Wie die Polizei nun aber weiter mitteilte, wurden in dem Haus inzwischen drei Projektile gefunden, die der Tat zugeordnet werden konnten. Damit sei zumindest klar, dass die Schüsse auf den Mann noch in der Villa abgefeuert worden seien, sagte eine Sprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft.

Unklar bleibt dagegen weiterhin das Motiv des 57-jährigen Tatverdächtigen. Der Mann soll nach neueren Erkenntnissen jedoch der Eigentümer des verwahrlost wirkenden Hauses sein.

In dem Haus war bei einer späteren Durchsuchung auch eine Handgranate gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es sich dabei um eine scharfe Granate gehandelt habe.

Die Ermittlungen der Polizei dauern derweil weiter an.

Titelfoto: picture alliance / Marijan Murat/dpa

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