Brand-Anschlag auf Bagger: Linksradikales Bekenner-Schreiben aufgetaucht

Schwalmstadt/Marburg - Nach einem versuchten Brand-Anschlag auf fünf Bagger an einer A49-Baustelle in Nordhessen ist ein mutmaßliches Bekenner-Schreiben aufgetaucht.

Bereits seit 2010 finden die Bauarbeiten im Schwalm-Eder-Kreis statt, durch die die A49 bis zu A5 verlängert werden soll (Archivbild).
Bereits seit 2010 finden die Bauarbeiten im Schwalm-Eder-Kreis statt, durch die die A49 bis zu A5 verlängert werden soll (Archivbild).  © dpa/Uwe Zucchi

"Das Schreiben ist uns bekannt, zur Authentizität kann ich keine Angaben machen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marburg am Freitag.

Das Schreiben war laut Ermittlern auf einem als linksradikal eingestuften Portal publiziert worden. Am Freitagmittag war die Seite nicht abrufbar.

Laut einem Bericht von "Hessenschau.de" war es unterzeichnet mit "Autonome Kleingruppe in Solidarität mit dem Kampf gegen die A49".

Die A49 soll vom Schwalm-Eder-Kreis bis zur A5 verlängert werden.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft in dem Fall wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes.

Die Brandsätze auf einer Baustelle bei Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis) hätten zu einem späteren Zeitpunkt zünden und so das Leben der Bauarbeiter auf den Maschinen gefährden können, sagte der Justizsprecher.

Ermittlungen gegen unbekannt, Staatsschutz ist eingeschaltet

Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannt. Ein politisches Motiv werde geprüft, der Staatsschutz sei eingeschaltet.

Unbekannte hatten im Laufe des vergangenen Wochenendes versucht, mehrere Bagger auf der Baustelle in Brand zu setzen. Die Brandsätze waren zu Wochenbeginn entdeckt worden.

Laut Ermittlern ist anzunehmen, dass die Täter die Brandsätze entzündeten, diese aber vermutlich aufgrund der Witterungs-Verhältnisse wieder ausgingen. Sachschäden an den Baufahrzeugen blieben dadurch aus.

Titelfoto: dpa/Uwe Zucchi

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