Angespannte Lage nach kurzfristig verbotener Anti-Corona-Demo in Schweinfurt

Schweinfurt - Die Stadt Schweinfurt hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern untersagt. Begründet wird das Verbot mit einer Gefahrenprognose des bayerischen Innenministeriums.

Nach einer brisanten Gefahrenprognose wurde die Anti-Corona-Demo in Schweinfurt noch in der nacht auf Samstag kurzfristig abgesagt (Symbolbild).
Nach einer brisanten Gefahrenprognose wurde die Anti-Corona-Demo in Schweinfurt noch in der nacht auf Samstag kurzfristig abgesagt (Symbolbild).  © DPA/Christoph Schmidt

Diese fuße auf neuen polizeilichen Erkenntnissen zum Veranstalter der Versammlung und falle weitaus brisanter aus, als bislang bekannt, teilten Stadt und Polizei in der Nacht zum Samstag mit.

In Anbetracht der hohen Infektionszahlen sei die Demonstration mit großem Unmut aufgenommen worden, wird Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) in der Mitteilung zitiert.

Über einige Corona-Regeln lasse sich sicherlich diskutieren. Man lasse aber nicht zu, dass rechtsgerichtete und gewaltbereite Gruppierungen die aktuelle Situation nutzen, um sich in Schweinfurt auszubreiten.

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Die Polizei will das Verbot den Angaben nach konsequent durchsetzen und Widerstand nicht tolerieren. Dazu werde man mit starken Kräften im Einsatz sein.

Die Beamten appellierten an alle Menschen, die an der Demo teilnehmen wollten, erst gar nicht in die unterfränkische Stadt zu reisen.

Ein Aktionsbündnis hatte die Versammlung unter dem Motto "Wahrheit, Freiheit, Demokratie" angemeldet.

Die Stadt hatte die Teilnehmerzahl daraufhin am Mittwoch auf 3400 Menschen begrenzt sowie diverse weitere Auflagen erlassen. Die Veranstalter stellten dagegen einen Eilantrag, den das Verwaltungsgericht Würzburg am Freitag ablehnte.

Titelfoto: DPA/Christoph Schmidt

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