Messer auf Spielplätzen und "Pulverbriefe" verschickt: Polizei geht von Serientäter aus

Bremen - Wiederholt tauchten in der Vergangenheit "verdächtige Pulverbriefe" in Parteibüros auf. Bisher blieben größere Ermittlungserfolge offensichtlich aus. Jetzt bittet die Polizei erneut um Hilfe aus der Bevölkerung.

Das Schriftbild und das auf einem Spielplatz gefundene Messer des mutmaßlichen Täters.
Das Schriftbild und das auf einem Spielplatz gefundene Messer des mutmaßlichen Täters.  © Polizei Bremen

Die Profiler der Polizei Bremen gehen davon aus, dass es sich bei dem Täter, der inzwischen 34 solcher Briefe in Bremen und Göttingen verteilt haben soll, um denselben handeln könnte, der seit Mai 2020 Messer und spitze Gegenstände in der Bremer Neustadt an Spielplätzen anbringt, heißt es in der Fahndung (TAG24 berichtete).

Der Verdächtige wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • mittleres Alter
  • gute Deutschkenntnisse
  • in Deutschland geboren oder zumindest aufgewachsen
  • besitzt eine Grundfitness
  • vermutlich berufstätig.
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Bislang enthielten die Pulverbriefe nur ungefährliche Substanzen und zum Teil verfassungsfeindliche Inhalte, so die Polizei weiter. Sie wurden größtenteils handschriftlich gefertigt.

Nach dem Auftauchen eines verdächtigen Briefes in einem Parteibüro in Fähr-Lobbendorf bitten die Ermittler der SOKO Spielplatz um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Dazu wurde ein Foto des Schriftbildes und eines des auf einem Spielplatz gefundenen Messers des mutmaßlichen Täters veröffentlicht.

Spielplätze werden verstärkt kontrolliert

Solltet Ihr Hinweise haben, meldet Euch beim Kriminaldauerdienst der Polizei 0421/362 3888 oder in dringenden Fällen unter dem Notruf 110. Außerdem hat die Polizei eine Internetseite eingerichtet, auf der Ihr alle Informationen zu Taten und Erkenntnisse zum Täter findet.

Die Spielplätze im Bremer Stadtgebiet werden wieder verstärkt kontrolliert, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Überprüfen Sie zunächst die Sicherheit der Spielgeräte und lassen Sie Ihre Kinder erst danach dort spielen", bittet die Polizei in einem Aufruf.

Solltet Ihr verdächtige Gegenstände finden, alarmiert die Polizei.

Titelfoto: Polizei Bremen

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