Sie wären wohl erfroren: Polizei findet durch Zufall zwei lebensgefährlich verletzte Männer

Mellingen - Bei einem Verkehrsunfall im Weimarer Land sind zwei Männer aus ihrem Auto geschleudert und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Der stark beschädigte Seat steht im Straßengraben.
Der stark beschädigte Seat steht im Straßengraben.  © Johannes Krey - JKFOTOGRAFIE & TV

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Montag, gegen 0.15 Uhr, auf der Bundesstraße 87 zwischen Umpferstedt und Mellingen.

Eine Streife der Bereitschaftspolizei Erfurt war zu diesem Zeitpunkt auf der Straße unterwegs und entdeckte einen stark beschädigten Seat im Straßengraben.

Die Beamten suchten daraufhin die Umgebung ab und fanden auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwei lebensbedrohlich verletzte Männer. Zum Glück, muss man sagen. Bei Temperaturen von Minus sechs Grad Celcius wären sie - wenn sie unentdeckt geblieben wären - vermutlich erfroren.

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Die Ordnungshüter leisteten sofort Erste-Hilfe und betreuten sie bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Im Anschluss wurden die zwei Unfallopfer ins Krankenhaus gebracht. Die B87 war für mehrere Stunden voll gesperrt, erklärte die Polizei.

Nicht angeschnallt und Alkohol getrunken?

Ersten Erkenntnissen zufolge kam das Fahrzeug von der Straße ab, fuhr in den Straßengraben und kollidierte dabei mit mehreren Bäumen. Die Wucht des Aufpralls war derart stark, dass beide Insassen aus dem Auto geschleudert worden. Sie waren den Angaben nach nicht angeschnallt gewesen.

Darüber hinaus fanden die Polizisten Schnapsflaschen auf der Straße. Weil die Verunfallten stark nach Alkohol rochen, wurde außerdem noch eine Blutentnahme angeordnet.

Die Polizeiinspektion Weimar hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Zur Unterstützung wurde ein Gutachter an die Unfallstelle bestellt.

Details zur genauen Schadenshöhe sind noch nicht bekannt. Am Seat entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Titelfoto: Johannes Krey - JKFOTOGRAFIE & TV

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